Autofahren in Spanien: Voraussetzungen und Tipps
Wirst du in Spanien Auto fahren? Dann lies diesen Leitfaden, um auf dem Laufenden zu sein und problemlos zu reisen.
Autofahren in Spanien kann angenehm sein, wenn du Regeln, Dokumente und den lokalen Fahrstil kennst. Die Straßen sind in sehr gutem Zustand, es gibt moderne Autobahnen, und Städte verbinden historische Zentren mit breiten, gut ausgeschilderten Avenidas. Deshalb lohnt es sich, egal ob du als Tourist kommst oder länger bleiben willst, das Fahren im Land zu verstehen, bevor du dich ans Steuer setzt.
Spanien hat Besonderheiten, die du kennen solltest: mautpflichtige Strecken, klare Gurtregeln, häufige Tempokontrollen und dichten Stadtverkehr, vor allem in Madrid oder Barcelona. Außerdem ändert sich der Fahrstil je nach Region: Im Norden bleibt der Verkehr oft ruhiger, während er im Süden dynamischer ist.
In diesem Guide erklären wir alles, was du fürs Autofahren in Spanien ohne Stress brauchst: von Anforderungen für Ausländer und gültigen Führerscheinen bis zu Maut und Parken. Wenn du Reise oder deinen Umzug planst, dann bleib dran, denn wir starten jetzt.
Welche Führerscheine gelten in Spanien?
Wenn du als Ausländer in Spanien fährst, prüfe zuerst, ob dein Führerschein gilt oder ob du eine Zusatzgenehmigung brauchst. Die Regeln ändern sich je nach Herkunftsland und nach der Dauer deines Aufenthalts in Spanien. Meist fährst du bei kurzen Aufenthalten problemlos, aber nach mehr als sechs Monaten brauchst du oft einen spanischen Führerschein.
In Spanien gelten EU- und EWR-Führerscheine, internationale Führerscheine (PIC) sowie in manchen Fällen Führerscheine aus Drittstaaten mit Abkommen. Jede Option hat eigene Voraussetzungen. Daher lohnt sich ein genauer Blick.
Führerscheine aus der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum
Wenn dein Führerschein aus einem EU- oder EWR-Land stammt (Island, Liechtenstein oder Norwegen), fährst du in Spanien ohne zusätzliche Schritte. Du brauchst keinen internationalen Führerschein und keine Extra-Validierung. Du fährst einfach mit deinem gültigen Führerschein, sofern er lesbar und nicht abgelaufen ist.
Wenn du länger als sechs Monate bleibst, verlangt die Dirección General de Tráfico (DGT) eine Eintragung im spanischen Fahrerregister. Das bleibt ein einfacher Vorgang ohne Prüfungen und bestätigt nur deinen Wohnsitz. Außerdem kannst du deinen Führerschein freiwillig gegen einen spanischen tauschen, doch das bleibt optional.
Führerscheine aus Drittstaaten mit Abkommen
Spanien hat mit mehreren Ländern Abkommen zum Führerscheinumtausch. Dadurch fahren deren Bürger zunächst legal und erhalten später oft einen spanischen Führerschein ohne praktische Prüfung. Dazu zählen unter anderem Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru, Ecuador, Uruguay, Brasilien, Venezuela, Panama und die Dominikanische Republik.
Mit einem gültigen Führerschein aus diesen Ländern fährst du in Spanien in den ersten sechs Monaten, in denen Spanien dein Wohnsitz ist. Wenn du nur als Tourist reist, fährst du während deines gesamten Aufenthalts, solange er temporär bleibt und sechs Monate nicht überschreitet.
Bleibst du länger und hast bereits einen Wohnsitz, beantragst du bei der DGT den Führerscheinumtausch. Dafür brauchst du deinen gültigen Führerschein, ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis, einen Ausweis und einen Nachweis deines spanischen Wohnsitzes.
In den meisten Fällen machst du weder Theorie- noch Praxisprüfung. Der neue spanische Führerschein übernimmt die gleiche Klasse wie dein ursprünglicher Führerschein.
Führerscheine aus Ländern ohne Abkddommen
Wenn dein Land nicht in der Abkommensliste steht, darfst du in Spanien mit deinem ausländischen Führerschein höchstens sechs Monate ab deiner Ankunft fahren. Das gilt sowohl für Touristen als auch für neue Einwohner.
Danach musst du einen spanischen Führerschein erwerben. Dafür machst du einen verpflichtenden Theoriekurs, bestehst die Theorieprüfung bei der DGT und legst eine praktische Fahrprüfung ab.
Das betrifft häufig Länder wie die USA, Mexiko, Australien, das Vereinigte Königreich (nach dem Brexit), Japan und Kanada.
Internationaler Führerschein (IDP)
Der Internationale Führerschein ergänzt deinen nationalen Führerschein und übersetzt ihn in mehrere Sprachen. Er ersetzt deinen Führerschein nicht, sondern begleitet ihn nur. In Spanien verlangen Behörden ihn in zwei Fällen:
- Wenn dein Führerschein nicht in lateinischer Schrift ausgestellt ist.
- Wenn du aus einem Land ohne Abkommen kommst und nur als Tourist reist.
Du beantragst ihn vor der Reise in deinem Heimatland, meist bei der offiziellen Verkehrsbehörde (z. B. Secretaría de Comunicaciones in Argentinien, SRE in Mexiko oder DMV in den USA). Er gilt oft ein Jahr.
Wo bekommst oder beantragst du diese Führerscheine in Spanien?
Alle Führerschein-Themen, ob EU-Führerschein registrieren, außereuropäischen Führerschein umtauschen oder einen neuen spanischen Führerschein beantragen, laufen über die Dirección General de Tráfico (DGT). Du startest den Prozess online oder vereinbarst einen Termin in einer lokalen Dienststelle.

Welche weiteren Anforderungen und Dokumente musst du zum Autofahren in Spanien erfüllen?
Zum Autofahren in Spanien reicht ein gültiger Führerschein allein nicht aus. Du musst auch persönliche Voraussetzungen erfüllen, bestimmte Dokumente mitführen und sicherstellen, dass das Fahrzeug die Regeln einhält. Die gute Nachricht: Die meisten Punkte bleiben einfach, wenn du sie vor der Reise prüfst.
Als Nächstes findest du alles Schritt für Schritt, damit du ohne Probleme unterwegs bist.
Mindestalter und Höchstalter fürs Fahren
Das Mindestalter in Spanien hängt vom Fahrzeugtyp ab:
- 18 Jahre für Pkw (Klasse B).
- 16 Jahre für Mopeds.
- 21 Jahre für Berufsfahrzeuge oder größere Fahrzeugklassen.
Ein generelles Höchstalter gibt es nicht. Die DGT verlangt jedoch ab 65 Jahren häufigere Führerscheinverlängerungen. So prüfen regelmäßige Untersuchungen, ob du weiterhin sicher fahren kannst.
Körperliche Voraussetzungen und Behinderungen
Spanien erlaubt Menschen mit bestimmten Behinderungen das Fahren, wenn sie notwendige Fahrzeuganpassungen nutzen und die ärztlichen Kontrollen bestehen. Dann enthält der Führerschein oft Codes für Pflichtanpassungen, etwa Automatikgetriebe, Handbedienung oder spezielle Spiegel.
Pflichtdokumente im Straßenverkehr
Egal ob eigenes Auto oder Mietwagen, folgende Dinge solltest du immer dabeihaben:
- Gültiger Führerschein (und Internationaler Führerschein, falls nötig).
- Ausweis oder Reisepass.
- Mietvertrag, wenn das Auto nicht dir gehört.
- Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs (Permiso de Circulación).
- ITV-Karte (technische Fahrzeugprüfung), physisch oder digital.
- Gültige Versicherungspolice.
Die meisten Autovermieter geben dir alle Fahrzeugdokumente mit. Trotzdem solltest du vor der Abfahrt prüfen, ob alles vollständig ist.
Pflichtversicherung
In Spanien braucht jedes Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung. Das bleibt das gesetzliche Minimum und deckt Schäden an Dritten ab. Bei Mietwagen gehört die Basisabdeckung meist dazu, und du kannst bei Bedarf erweitern.
Ohne Versicherung zu fahren gilt als schwere Ordnungswidrigkeit. Außerdem riskierst du hohe Strafen und eine Stilllegung des Fahrzeugs.
ITV: Technische Fahrzeuginspektion
Die ITV ist die Pflichtprüfung, die die Verkehrstauglichkeit des fahrzeug bestätigt. Die Häufigkeit hängt vom Alter des Autos ab:
- Unter 4 Jahre: keine ITV nötig.
- 4 bis 10 Jahre: Prüfung alle 2 Jahre.
- Über 10 Jahre: jährliche Prüfung.
Bei Mietwagen musst du dich darum nicht kümmern. Die Firma organisiert das vor jeder Übergabe.
Umweltkennzeichnung
In vielen spanischen Städten, etwa Madrid oder Barcelona, gibt es Umweltzonen (Zonas de Bajas Emisiones). Dort dürfen nur Fahrzeuge mit Umweltplakette fahren. Diese Plaketten ordnen Autos nach Emissionen ein: B, C, ECO oder CERO.
Bei Mietwagen hat das Auto die Plakette oft schon. Wenn du mit einem ausländischen Auto kommst, prüfe die Regeln und besorge die passende Plakette. Sonst drohen spürbare Bußgelder.
Pflichtausstattung im Auto
Zum Fahren in Spanien muss das Fahrzeug dabei haben:
- Warnweste.
- Zwei Warndreiecke oder eine zugelassene V16-Warnleuchte.
- Ersatzrad oder Reifenpannenset.
- Grundwerkzeug je nach Fahrzeug.
Prüfe bei Mietwagen vor der Abfahrt den Kofferraum. Fehlt etwas, lass den Vermieter das Auto passend ausstatten.
Bleib beim Autofahren in Spanien online
Spaniens Straßen sind gut ausgeschildert. Dennoch hilft dir stabiles Internet bei GPS, Ausweichrouten, Verkehrslage und Pannenhilfe. Zudem verbindet eine eSIM mehrere Geräte im Auto, ohne externes WLAN.
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Welche Verkehrsregeln und Beschilderung gelten in Spanien?
In Spanien fährst du entspannt, wenn du die Grundregeln kennst. Viele Regeln ähneln anderen europäischen Ländern, doch einige Details verdienen Aufmerksamkeit. So fährst du sicherer, vermeidest Verstöße und bleibst gelassen unterwegs.
Fahrtrichtung und Vorfahrt
In Spanien fährst du rechts und überholst links. Kreisverkehre sind sehr häufig, besonders in Städten. Dort hat der Verkehr im Kreis Vorfahrt, weshalb du auf eine passende Lücke warten musst.
Fußgänger haben an Zebrastreifen ebenfalls Vorrang, und viele Fahrer halten komplett an. Wenn du das nicht gewohnt bist, bleib aufmerksam und rechne mit dem Stopp.
Tempolimits in Spanien
Die Tempolimits hängen von der Straße ab. Meist gelten diese Werte:
- Autobahnen: 120 km/h
- Landstraßen: 90 km/h
- Innerorts: 50 km/h (viele Einspurstraßen liegen jetzt bei 30 km/h).
- Schul- oder Wohnzonen: niedrigere, ausgeschilderte Limits.
Achte besonders auf stationäre und mobile Blitzer, vor allem auf gefährlichen Abschnitten. Zu schnelles Fahren zählt zu den häufigsten und teuersten Verstößen. Wenn du als Tourist ein Auto mietest, denk daran, denn ein Bußgeld belastet dein Budget.
Handy und elektronische Geräte
Wie in vielen Ländern gilt: In Spanien darfst du das Handy nicht in der Hand halten, während du fährst. Das gilt sogar an der Ampel. Nutze daher eine Freisprecheinrichtung oder eine feste Halterung.
Nimm diese Regel ernst, denn die Strafen fallen hoch aus. Außerdem verlieren Einwohner dabei oft Punkte.
Erlaubter Alkohol am Steuer
Spanien kontrolliert Alkohol streng. Diese Grenzwerte gelten:
- 0,5 g/l im Blut (0,25 mg/l in der Atemluft) für die meisten Fahrer.
- 0,3 g/l im Blut (0,15 mg/l in der Atemluft) für Fahranfänger und Profis.
Behalte das im Blick, denn Alkohol- und Drogentests finden häufig statt, besonders am Wochenende und auf Hauptstraßen. Die Bußgelder steigen schnell, und manchmal drohen strafrechtliche Folgen.
Pflichtbeleuchtung beim Fahren in Spanien
Abblendlicht ist Pflicht bei Nacht, in Tunneln, bei Nebel, Starkregen oder schlechter Sicht, sowie auf schlecht beleuchteten Straßen. Viele Fahrer lassen das Licht tagsüber außerhalb der Stadt aus Sicherheitsgründen an.
Gurtpflicht und Kindersitze
Auch hier gilt eine klare Regel: Der Sicherheitsgurt ist auf allen Sitzen verpflichtend, und zwar immer. Das gilt auf Autobahnen, Landstraßen und in Städten, sogar bei kurzen Wegen.
Gerade in Städten droht hier oft ein Bußgeld, selbst bei sehr kurzen Bewegungen. Dazu zählt auch das Umparken oder ein kurzes Vorrollen im Zentrum.
Kinder müssen immer in passenden Rückhaltesystemen fahren, je nach Alter und Größe.
Beschilderung in Spanien
Kommen wir zu einem häufigen Bußgeldgrund: der Beschilderung. Du musst dich nicht sorgen, aber du solltest aufmerksam bleiben, denn die Verkehrszeichen sind klar und ähneln dem Rest Europas. Dennoch gibt es Details, die du kennen solltest:
Bei den Farben folgt Spanien meist dem europäischen Muster:
- Blau: Pflicht oder Schnellstraßen.
- Rot: Verbote.
- Gelb: temporäre Einschränkungen oder Warnungen.
- Grün: Autobahnen.
Baustellenschilder in Gelb haben Vorrang vor festen Schildern. Reversible oder dynamische Spuren ändern sich je nach Tageszeit. Außerdem siehst du in einigen Städten eigene Schilder für Umweltzonen, was für einige Besucher neu wirken kann.
Wenn du aus Ländern außerhalb Europas kommst, profitierst du von sehr visuellen Zeichen. So verstehst du Regeln schneller, auch ohne viel Text.

Bußgelder und Fahrvorschriften in Spanien
Spanien nutzt ein detailliertes Sanktionssystem, damit weniger Unfälle passieren und die Verkehrssicherheit steigt. Die Strafen hängen von der Schwere ab, doch einige Verstöße treten besonders oft auf. Hier siehst du eine Übersicht mit ungefähren Beträgen.
| Verstoß | Beschreibung | Bußgeld |
|---|---|---|
| Geschwindigkeitsüberschreitung | Überschreiten der erlaubten Limits innerorts oder außerorts | €100 ($119,86) bis €600 ($719,17), je nach Überschreitung |
| Handy am Steuer | Telefon halten oder bedienen, während du fährst | €200 ($239,72) |
| Alkohol am Steuer | Überschreiten der Grenze (0,5 g/l Blut oder 0,25 mg/l Atemluft) | €500 ($599,31) bis €1.000 ($1.198,62) |
| Kein Sicherheitsgurt | Fahrer oder Mitfahrer ohne Gurt auf jeder Straße | €200 ($239,72) |
| Rotlicht missachten | Nicht anhalten bei roter Ampel | €200 ($239,72) |
| Ohne Pflichtversicherung fahren | Fahrzeug ohne Haftpflichtpolice | Hohe Strafe und Stilllegung (variabel, meist €600 bis €3.000 ($719,17 – 3.595,86)) |
| Umweltzone ohne Erlaubnis befahren | Mit unzulässigem Fahrzeug in Sperrzonen einfahren | €200 ($239,72) (je nach Gemeinde) |
| Pflichtausrüstung fehlt (Weste, Dreiecke/V16) | Sicherheitsausrüstung nicht dabei | €200 ($239,72) |
| Fahren unter Drogeneinfluss | Nachweis von Substanzen im Körper (unabhängig von der Menge) | €1.000 ($1.198,62) |
| Alkohol- oder Drogentest verweigern | Polizeikontrollen ablehnen | €1.000 ($1.198,62) und Straftat |
Häufigste Bußgelder in Spanien
Wie funktionieren Maut und Tanken in Spanien?
Neben Regeln und Schildern solltest du beim Fahren in Spanien auch Maut und Tankoptionen verstehen. Egal ob kurze Strecke oder lange Route: Diese Details helfen dir beim Budget und bei der Zeitplanung.
Maut in Spanien: So funktioniert sie und so viel kostet sie
Spanien hat zwei Haupttypen von Fernstraßen bzw. Autobahnen: Autopistas und Autovías. Autovías sind kostenlos, während einige Autopistas Mautgebühren kosten. Die Kosten hängen vom Abschnitt, der Region und der Auslastung ab.
Meist nutzt du zwei Mautsysteme. Erstens die klassischen Kassen, an denen du bar oder mit Karte zahlst. Zweitens die elektronische Maut (Via-T), bei der ein Gerät im Auto erkannt wird und automatisch abrechnet.
Bei Mietwagen bieten viele Anbieter Via-T als Option an. So nutzt du die Schnellspuren und sparst Zeit, besonders in der Hochsaison.
Ungefähre Mautpreise
Die Preise schwanken, doch diese Bereiche gelten als grobe Orientierung für Pkw:
- Kurze Abschnitte: €2 bis €8 ($2,40 bis $9,59).
- Mittlere Abschnitte: €8 bis €15 ($9,59 bis $17,98).
- Lange Abschnitte oder beliebte Routen: €15 bis €30 ($17,98 bis $35,96).
Typisch sind Strecken wie Barcelona – Girona oder Málaga – Estepona, dort liegt die Maut oft bei €5 bis €12 ($5,99 bis $14,38). Auf längeren Nordrouten fallen die Preise teils höher aus.
Wie bezahlst du die Maut?
In Spanien bezahlst du Maut auf drei Arten: bar, mit Bankkarte oder über das Telemaut-System. Bargeld nutzt kaum noch jemand, doch die Kassen nehmen weiterhin Euro an. Am häufigsten zahlst du mit Karte, während Via-T ohne Stopp durchfährt, was bei langen Fahrten ideal bleibt.
Wenn du einen Mietwagen fährst, prüfe, ob der Anbieter das Via-T-Gerät anbietet und welchen Aufpreis es kostet.
Wie tankst oder lädst du in Spanien?
Spanien hat ein dichtes Netz an Tankstellen. Deshalb tankst du leicht in Städten und entlang der Straßen. Es gibt große Stationen mit Shop und Toiletten sowie kleinere in Dörfern oder auf Nebenrouten.
Diese Kraftstoffarten findest du am häufigsten:
- Benzin 95 (Sin Plomo 95): häufig und günstig für Standardautos (zwischen €1,55 und €1,75 pro Liter ($1,86 bis $2,10))
- Benzin 98 (Sin Plomo 98): höherer Oktanwert, gut für Premiumfahrzeuge (zwischen €1,70 und €1,95 pro Liter ($2,04 bis $2,34)).
- Diesel (Gasoil): oft bei Mietwagen und größeren Fahrzeugen (zwischen €1,55 und €1,75 pro Liter ($1,86 bis $2,10)).
- Elektrisch: Ladepunkte in Städten und auf einigen Autopistas (zwischen €0,30 und €0,60 pro kWh ($0,36 bis $0,72), je nach Betreiber).
Wenn du aus Ländern mit Gallonen kommst, denk daran: Spanien rechnet in Litern. Deshalb wirken Preise niedriger, doch die Umrechnung bleibt anders (1 Gallone entspricht etwa 3,78 Litern).
Beim Tanken läuft alles sehr einfach. Du parkst am Zapfhahn, wählst den Kraftstoff, tankst und zahlst danach an der Kasse. Viele Stationen bieten Kartenzahlung direkt an der Säule, was außerhalb der Öffnungszeiten hilft. Auf Autopistas akzeptieren alle Stationen Karten problemlos.
Tipp: Wenn du ein Auto mietest, prüfe vorher den Kraftstofftyp. Der falsche Kraftstoff verursacht schnell zusätzliche Kosten.
Wie funktioniert das Parken in Spanien?

Parken in Spanien kann sehr einfach sein oder zur Herausforderung werden, je nach Standort. Großstädte wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Sevilla haben strenge Regeln, während kleine Orte flexibler sind. Deshalb lohnt es sich, öffentliche und private Parkmöglichkeiten, relevante Schilder und typische Kosten zu kennen.
Parken im öffentlichen Raum
Grundsätzlich darfst du hier parken:
- Markierte Straßenparkplätze: durch Linien auf dem Boden gekennzeichnet.
- Weiße Zonen: kostenloses Parken ohne Zeitlimit.
- Blaue Zonen (ORA/OTA): reguliertes Parken mit Stundenabrechnung (€1,00 bis €2,50 ($1,10–2,75) pro Stunde).
- Grüne Zonen: Vorrang für Anwohner; teilweise Besucherparken möglich (€2,00 bis €3,50 ($2,20–3,85) pro Stunde).
- Ladezonen: nur zu festgelegten Zeiten; außerhalb oft frei nutzbar.
Um Fehler zu vermeiden, achte immer auf Verkehrsschilder und Bodenmarkierungen. Sie zeigen, ob Parken erlaubt ist, Gebühren gelten und welche Zeiten gelten.
Wo Parken verboten ist
Auch wenn ein kurzer Halt verlockend wirkt, bleibt Parken in einigen Bereichen strikt verboten. Das gilt zum Beispiel:
- Auf Gehwegen.
- An Fußgängerüberwegen.
- In Kurven, Kreuzungen oder Bereichen mit schlechter Sicht.
- Auf Bus- oder Fahrradspuren.
- In gelben Zonen oder bei durchgehenden gelben Linien.
- In Ladezonen während aktiver Zeiten.
- Vor Garageneinfahrten und Zufahrtsrampen.
Falsches Parken führt häufig zu hohen Bußgeldern oder sogar zum Abschleppen des Fahrzeugs.
Regulierte Parkzonen
In vielen Städten findest du Systeme wie ORA, OTA oder SER. Sie funktionieren ähnlich: Du zahlst pro Stunde per App oder Parkautomat und legst das Ticket sichtbar aus oder registrierst dein Kennzeichen. Die maximale Parkdauer beträgt meist zwei bis vier Stunden.
Private Parkhäuser und Tiefgaragen
Wenn du Zeit sparen oder mit Gepäck reisen willst, sind private Parkhäuser ideal, besonders in Altstädten. Sie sind sicher und zentral gelegen, kosten jedoch mehr als öffentliche Plätze. Typische Preise sind:
- Pro Stunde: zwischen €1,50 und €4,00 ($1,65–4,40), abhängig von der Stadt.
- Pro Tag: zwischen €12 und €25 ($13,20–27,50).
- Pro Woche: zwischen €60 und €120 ($66,00–132,00) in großen Städten.
Verkehrsschilder rund ums Parken
Wir haben spanische Verkehrsschilder bereits erwähnt. Beim Parken solltest du besonders diese erkennen:
- Weißes „P“ auf blauem Hintergrund: Parken erlaubt.
- „P“ mit Zusatzangaben: zeitliche Begrenzung oder Gebühren.
- Roter Kreis mit diagonaler blauer Linie: Parken verboten.
- Roter Kreis mit blauem „X“: Halten und Parken verboten.
- Zusatzschilder: informieren über Zeiten, Anwohner, Ladezonen oder weitere Details.
Wenn du aus einem Land mit anderen Regeln kommst, wirkt das System sehr visuell und klar, aber auch deutlich strenger.
Wie mietet man ein Auto, um in Spanien zu fahren?
Ein Auto in Spanien zu mieten ist eine hervorragende Möglichkeit, das Land flexibel zu erkunden. Besonders praktisch ist es für Touristen, digitale Nomaden oder Studierende. Das Angebot ist groß und reicht von Flughäfen bis zu zentralen Büros, sowohl von internationalen Marken wie Avis, Hertz oder Sixt als auch von günstigen Anbietern wie Goldcar oder Centauro.
Die beliebtesten Fahrzeuge sind Kompaktwagen, da sie sparsam sind und sich leicht in Städten fahren lassen. Für längere Reisen kannst du auch SUVs wählen, wenn du mehr Platz brauchst. Schaltwagen sind meist günstiger als Automatikfahrzeuge.
Preislich kostet eine Miete meist zwischen €25 und €60 ($27,50 – 66,00) pro Tag oder €150 bis €350 ($165,00 – 385,00) pro Woche für einen Kompaktwagen. SUVs sind teurer und liegen oft zwischen €50 und €90 ($55 – 99) täglich, abhängig von der Saison. Monatsmieten sind ebenfalls verbreitet und bieten oft niedrigere Tarife.
Wenn du mehrere Städte besuchen willst, reise mit stabiler Internetverbindung für GPS und Navigationsapps. Mit der Holafly eSIM für Spanien oder den monatlichen Tarifen bleibst du problemlos verbunden.
Letzte Tipps zum Autofahren in Spanien
Bevor du losfährst, solltest du einige Details beachten, damit deine Reise reibungslos verläuft. Spanien ist sehr autofreundlich, dennoch hat jede Region eigene Besonderheiten.
Plane deine Routen im Voraus
Einer der besten Tipps ist, deine Routen frühzeitig zu planen. Einige Bergstraßen, besonders im Norden oder in ländlichen Regionen, sind schmal oder kurvenreich. Im Sommer treten zudem häufig Baustellen oder Umleitungen auf. Wenn du deine Strecke vorher prüfst, vermeidest du Probleme und findest schneller Alternativen.
Vermeide Fahrten durch historische Stadtzentren
Viele Altstädte besitzen sehr enge Straßen oder sind für Nicht-Anwohner gesperrt. Das gilt besonders für Sevilla, Granada, Valencia und einige nordspanische Städte. Wenn du eine Altstadt besuchen willst, parke am besten in einem Parkhaus und gehe zu Fuß weiter. So genießt du den Spaziergang deutlich mehr.
Achte auf Radfahrer
Respekt gegenüber Radfahrern ist entscheidend. Spanien bietet viele beliebte Radrouten, besonders an Wochenenden. Beim Überholen musst du mindestens 1,5 Meter Seitenabstand halten. Fahre ruhig und überhole erst bei guter Sicht.
Achte auf freilaufende Tiere
Auf Nebenstraßen, besonders in ländlichen Regionen, kannst du freilaufenden Tieren oder langsamen landwirtschaftlichen Fahrzeugen begegnen. Reduziere dort am besten deine Geschwindigkeit und bleibe geduldig. Diese Abschnitte sind meist kurz und gut ausgeschildert.
Prüfe das Wetter vor der Abfahrt
Wenn du im Winter durch kalte Regionen wie Aragón, Navarra oder Kastilien und León reist, solltest du das Wetter prüfen. Frost und Schnee treten besonders auf Bergstraßen auf. Manchmal sind Schneeketten oder Winterreifen Pflicht. Tankstellen informieren häufig über den Zustand der Pässe, sodass du dich vorab erkundigen kannst.
Nutze GPS
Denke außerdem daran, dass die Nutzung von GPS in Spanien völlig legal ist, solange du dein Handy nicht in der Hand hältst. Eine Halterung an der Windschutzscheibe sorgt für mehr Sicherheit. Damit dein GPS oder Apps wie Waze zuverlässig funktionieren, empfiehlt es sich, deinen monatlichen Holafly Tarif zu buchen und jederzeit Netzabdeckung zu haben.

Häufig gestellte Fragen zum Autofahren in Spanien
In Spanien musst du den physischen Führerschein oder die offizielle digitale Version für spanische Lizenzen mitführen. Ausländische Führerscheine müssen immer im Original vorliegen; Fotos oder digitale Kopien werden nicht akzeptiert.
Ja, sofern das Fahrzeug eine gültige internationale Versicherung, die Originaldokumente und gegebenenfalls die Umweltplakette besitzt. Bei längeren Aufenthalten solltest du prüfen, ob zusätzliche Formalitäten erforderlich sind.
Ja. Auf Autobahnen und in großen Städten findest du oft Tankstellen mit Service rund um die Uhr. Einige bieten Personal, andere funktionieren über automatische Systeme mit Kartenzahlung.
Ja, häufig wegen enger Straßen und eingeschränkter Bereiche. Am praktischsten ist es, dein Auto in einer Tiefgarage zu parken und zu Fuß weiterzugehen. In kleineren Orten ist Parken meist einfacher.
Das Mietunternehmen erhält den Bußgeldbescheid und leitet ihn an dich weiter. Zusätzlich kann eine Verwaltungsgebühr anfallen. Beachte daher immer Verkehrsschilder und Tempolimits.
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