Erhalten Sie 5% Rabatt mit dem Code
MYESIMNOW5
close-icon-modal
Meine eSIM kaufen
Trustpilot

In Island Auto fahren gehört für viele Reisende fest zur Erfahrung. Dieses Land ist nicht nur eine Postkarte mit Winterlandschaften oder Nordlichtern; es lädt dich ständig zur Bewegung ein. Mit einem eigenen Auto erreichst du versteckte Wasserfälle, abgelegene Gletscher und Küstendörfer, die keine offizielle Tour ansteuert. In Reykjavik fährst du vielleicht mit dem Fahrrad oder du wanderst gern in den Bergen. Doch für die beste Nutzung deiner Zeit im Land hilft dir ein Fahrzeug mit Freiheit und Flexibilität bei allen Wegen. 

Dennoch: Auto fahren in Island hat einige Besonderheiten. Schnee, Wind, unbefestigte Straßen oder einspurige Brücken überraschen dich leicht, wenn du dich nicht gut vorbereitest. Außerdem unterscheidet sich das Fahren im Sommer deutlich vom Winter. Und obwohl die Regeln klar bleiben und die Infrastruktur hervorragend ist, reicht es nicht, einfach ins Auto zu steigen und loszufahren.

In diesem Guide erfährst du alles Wichtige zum Autofahren in Island als ausländischer Besucher. Zusätzlich geben wir dir praktische Tipps, damit dein Abenteuer auf Rädern ohne böse Überraschungen verläuft.

Gültige Führerscheine in Island

Beginnen wir mit den Grundlagen: den Führerscheinen, die für das legale Fahren in Island gelten. Das solltest du zuerst prüfen, denn ohne gültige oder anerkannte Fahrerlaubnis endet dein Traum vom Roadtrip in Island bevor er beginnt. 

Welche Art Führerschein ist gültig?

Damit du in Island mit deinem nationalen Führerschein fahren darfst, müssen einige Bedingungen passen: Dein Dokument bleibt während des gesamten Aufenthalts gültig. Die Schrift verwendet ein lateinisches Alphabet (zum Beispiel Deutsch, Englisch oder Französisch) und der Führerschein zeigt dein Foto sowie deine Unterschrift. Erfüllt dein Dokument das nicht, brauchst du zusätzlich einen Internationalen Führerschein (IDP), den du zusammen mit deinem Originalführerschein vorzeigst.

Ist der internationale Führerschein Pflicht?

Der Internationale Führerschein ist nicht verpflichtend, solange dein nationaler Führerschein in einer gut lesbaren Sprache ausgestellt ist und alle Daten enthält. Trotzdem empfiehlt sich der IDP, wenn du sehr abgelegene Gegenden besuchst oder aus einem Land kommst, dessen Dokumente den Behörden weniger vertraut sind.

Außerdem fordern viele Vermieter den Internationalen Führerschein, wenn du ein Auto mietest, besonders falls dein Führerschein nicht auf Englisch ist. Da dieser Antrag meist schnell und unkompliziert funktioniert, lohnt sich der Aufwand. Bedenke zusätzlich: Im Falle eines Vorfalls auf der Straße unterstützt dich der IDP rechtlich als Fahrer. 

Wie lange kann ich mit meinem nationalen Führerschein in Island fahren?

Island erlaubt Touristen das Fahren mit einem ausländischen Führerschein für maximal sechs Monate ab Einreisedatum. Planst du einen längeren Aufenthalt, beantragst du danach einen isländischen Führerschein.

Umtausch von Führerscheinen

Island hat mit einigen europäischen Ländern Abkommen zum Führerscheinumtausch. Dadurch kannst du deinen nationalen Führerschein ohne Prüfung gegen einen isländischen tauschen, solange das Abkommen gilt. Für temporäre Besucher gilt diese Möglichkeit nicht. Gleiches betrifft Länder wie Mexiko, Argentinien oder Kolumbien: Hier gibt es keinen Umtausch. In diesen Fällen gelten der nationale Führerschein und der IDP als gültige Dokumente.

Voraussetzungen und Dokumente zum Autofahren in Island

Gut, du besitzt nun einen gültigen Führerschein und den Internationalen Führerschein. Perfekt, doch deine Vorbereitung fürs Fahren in Island geht noch weiter. Es gibt zusätzliche Anforderungen für dich als Fahrer und für das Fahrzeug, das du nutzt. Außerdem spielen praktische Details eine Rolle, zum Beispiel spezielle Reifen, die du in anderen Ländern kaum in Betracht ziehen würdest. Hier erklären wir dir alles Wichtige:

  • Das gesetzliche Mindestalter zum Fahren eines Autos in Island liegt bei 17 Jahren für Einheimische. Wenn du als Tourist ein Auto mietest, verlangen die meisten Agenturen jedoch mindestens 20 Jahre. Für 4×4 oder Campervans setzen manche Vermieter sogar 23 Jahre oder mehr voraus. Zusätzlich brauchst du meist mindestens ein Jahr Fahrpraxis mit deinem Führerschein. 
  • Jedes Fahrzeug in Island braucht eine gültige Haftpflichtversicherung. Mietwagen kommen gesetzlich immer mit dieser Grundversicherung. Sie deckt jedoch keine Schäden am Fahrzeug selbst, es sei denn, du buchst zusätzlichen Schutz. Lies deshalb immer sorgfältig den Vertrag, bevor du losfährst. Einige Schäden, etwa nach Flussdurchfahrten oder einem Überschlag, deckt keine Versicherung, selbst wenn du das Komplettpaket buchst.
  • Zusätzliche VersicherungsoptionenCDW (Collision Damage Waiver) senkt oder entfernt deine Selbstbeteiligung bei einem Unfall. SCDW (Super CDW) erweitert den Schutz auf weitere Schäden. GP (Gravel Protection) schützt vor Steinschlag auf Schotterstraßen. SAAP (Sand and Ash Protection) hilft in Regionen mit Sand und vulkanischer Asche.
  • Technische Kontrolle und Zustand des Fahrzeugs: Mietwagen müssen sich in einwandfreiem technischen Zustand befinden. Trotzdem prüfst du vor der Abfahrt besser selbst die Reifen (im Winter idealerweise Spikereifen), den Tankstand und den allgemeinen Zustand des Autos. 
  • Die Dokumente, die du vor der Fahrt nicht vergessen darfst, sind dein Führerschein und der internationale Führerschein (falls zutreffend), dein Reisepass, der Mietvertrag (falls zutreffend), der Versicherungsnachweis und das Zertifikat der technischen Inspektion (wenn du ein privates Fahrzeug fährst). Polizeikontrollen passieren zwar nicht häufig in Island, trotzdem kann die Polizei jederzeit diese Unterlagen sehen wollen.

Reise nicht ohne ein mobiles Datenpaket von Holafly nach Island. Zwar ist es zum Fahren keine Pflicht, jedoch erleichtert es deine Tour über die Insel deutlich, vor allem beim Herunterladen von Karten, bei der Nutzung des GPS, beim Bezahlen von Maut und vielem mehr. Für kurze Aufenthalte bietet dir die eSIM für Island unbegrenzte Daten nur für die Tage, die du wirklich brauchst.

Für längere Reisen eignen sich dagegen die monatlichen Holafly-Tarife. Sie bieten dir eine globale Abdeckung in mehr als 170 Reisezielen mit derselben eSIM. Außerdem nutzt du mit dem unbegrenzten Tarif mehrere Geräte gleichzeitig ab €45,91 ($50,50) im Monat, ganz ohne Vertragsbindung.

Wichtig: Wenn du häufig reist und in Verbindung bleiben möchtest, ohne dir Gedanken über teures Roaming zu machen oder an jedem Zielort nach einer neuen SIM-Karte zu suchen, sind Holaflys Abonnementpläne genau das Richtige für dich. Mit einer einzigen eSIM kannst du in mehr als 170 Ländern zum Festpreis und ohne Überraschungen auf deiner Rechnung das Internet nutzen. Reise ohne Grenzen und verbinde dich einfach und sicher! 🚀🌍

Verkehrsregeln und Beschilderung in Island

Autofahren in Island fällt meist leicht, besonders auf asphaltierten Straßen. Diese Strecken sind in gutem Zustand, klar beschildert und oft wenig befahren. Außerdem stützt ein übersichtliches und gut durchgesetztes Verkehrssystem deine Sicherheit. Dennoch lohnt es sich, die Regeln und Besonderheiten genau zu kennen, vor allem wegen Klima und Geografie der Insel.

Besonderheiten der Straßen in Island

Bevor wir dir die Verkehrsregeln und Schilder erklären, solltest du das Straßennetz kurz kennenlernen. Auf der Insel existieren drei Haupttypen von Straßen: asphaltierte Straßen, Schotterstraßen und die sogenannten F-Straßen.

Die Ringstraße, auch Route 1 genannt, ist die meistbefahrene Straße Islands. Ihre mehr als 1.300 Kilometer sind asphaltiert und das ganze Jahr über geöffnet. Allerdings sperren die Behörden bei extremem Wetter manchmal einzelne Abschnitte. Eine Tour entlang dieser Route lohnt sich sehr, denn sie verbindet viele Hauptsehenswürdigkeiten der Insel. Die Straße hat durchgehend zwei Spuren und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 90 km/h.

  • Einige Highlights entlang der Route sind: Reykjavik, die Hauptstadt Islands; das Dorf Vík mit seinem schwarzen Sandstrand; Jökulsárlón sowie Mývatn, ein vulkanischer See mit heißen Quellen und viele weitere Attraktionen. 

Auf Schotterstraßen triffst du häufig während deiner Reise über die Insel. Auf diesen Wegen dürfen normale Autos fahren, ein Allradantrieb ist nicht erforderlich. Trotzdem reduzierst du die Geschwindigkeit, sobald du von Asphalt auf Schotter wechselst, damit du die Kontrolle über das Fahrzeug behältst.

Die F-Straßen oder Hochlandstraßen führen mitten ins Inselinnere. Viele davon liegen im Norden und in den Highlands. Es handelt sich um lange Abschnitte mit unregelmäßigen, schmalen und oft schlechten Wegen mit Steinen, Schlaglöchern und manchmal Flussdurchfahrten. Deshalb darfst du auf F-Straßen nur mit einem 4×4 fahren. Planst du also eine Route durchs Hochland, mietest du besser ein passendes Fahrzeug. Die Mühe lohnt sich, denn du erreichst einige der spektakulärsten Orte Islands.

Grundregeln für das Fahren in Island

Bevor wir die Schilder in Island besprechen, fassen wir die wichtigsten Grundregeln für dich zusammen. Hier ein Überblick:

  • In Island fährst du auf der rechten Straßenseite und das Lenkrad befindet sich links, wie in den meisten europäischen und lateinamerikanischen Ländern. Du überholst daher ausschließlich links.
  • In zweispurigen Kreisverkehren haben die Fahrzeuge im inneren Fahrstreifen Vorrang. Diese Regel überrascht viele internationale Besucher.
  • An Brücken in ländlichen oder abgelegenen Gebieten entscheidet die Reihenfolge der Ankunft. In diesen Zonen verengt sich die zweispurige Straße, sodass immer nur ein Auto gleichzeitig über die Brücke fährt.
  • Das Anlegen des Sicherheitsgurts ist für Fahrer und alle Mitfahrer Pflicht. Babys und Kinder unter 135 Zentimetern müssen in speziellen Kindersitzen sitzen. Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht auf dem Beifahrersitz sitzen. Mietest du ein Auto und reist mit Kindern, fügst du die passenden Sitze direkt im Vertrag hinzu.
  • Die Scheinwerfer bleiben immer eingeschaltet, auch am Tag und im Sommer. 
  • Die Nutzung des Mobiltelefons während der Fahrt ist streng verboten, außer du verwendest eine Freisprechanlage.
  • In Island gilt praktisch null Toleranz bei Alkohol am Steuer. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 0,02 g/l und damit faktisch bei null.
  • Halte besser nicht direkt am Straßenrand zum Fotografieren. Die Landschaft wirkt so beeindruckend, dass du häufig anhalten möchtest. Achte jedoch sehr darauf, wo du parkst, denn Unfälle passieren oft, wenn Touristen an gefährlichen Stellen stoppen. 
  • Von November bis April müssen Fahrzeuge Reifen mit Spikes nutzen. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind Schneeketten in Island nicht erlaubt. Zusätzlich wählen Reisende für Winterfahrten idealerweise einen 4×4, der auf schneebedeckten und vereisten Straßen mehr Sicherheit bietet.  
  • Beachte, dass im Winter manche Straßen geschlossen bleiben, besonders F-Straßen im Hochland. Selbst im Sommer, etwa von Mitte Juni bis September, sind diese Wege nur mit 4×4 und bei passenden Bedingungen befahrbar. Geschlossene Wege erkennst du an Schildern mit der Aufschrift „Lokað“. Wenn du dieses Schild siehst, ignoriere du es auf keinen Fall.
  • Fahren abseits markierter Straßen verstößt gegen das Gesetz und führt zu hohen Geldstrafen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen

Wir widmen den Tempolimits ein eigenes Kapitel, denn als Fahrer solltest du dich unbedingt an sie halten. Bei schwierigen Wetterbedingungen reduzierst du die Geschwindigkeit zusätzlich, auch wenn kein Schild dich ausdrücklich dazu auffordert. 

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Island lauten:

  • In der Stadt: 50 km/h
  • Auf Schotterstraßen: 80 km/h
  • Auf asphaltierten Straßen: 90 km/h

Weitere Hinweise zur Geschwindigkeit

  • Reduziere deine Geschwindigkeit schrittweise, wenn du dich einer Schotterstraße näherst. Reifen verlieren Haftung, wenn sie plötzlich von Asphalt auf Schotter wechseln. Wenn du dann nicht verlangsamst, verlierst du leicht die Kontrolle über das Fahrzeug. 
  • Achte auf nasse, rutschige und vereiste Straßen, die das Fahren deutlich erschweren. Ähnlich vorsichtig bleibst du bei starkem Wind oder Schneestürmen. In solchen Situationen fährst du so langsam und aufmerksam wie möglich.
  • Unabhängig vom Wetter verhängt die isländische Polizei Bußgelder, wenn du zu schnell fährst. Blitzer stehen an vielen Stellen. Überschreitest du das Limit, folgt fast sicher eine Strafe.

Verkehrszeichen

Die Verkehrsschilder in Island sind auf Isländisch, nutzen jedoch internationale Symbole, die das Verständnis erleichtern. Du solltest unbedingt konsequent auf sie, vor allem im Winter oder in abgelegenen Regionen. Dort kommen häufig digitale Schilder zum Einsatz, die je nach Wetterlage ihren Status ändern. 

Auf diese Schilder solltest du besonders achten:

  • Malbik Endar“: Ende des Asphalts, du fährst nun auf einer Schotterstraße.
  • Einbreið brú“: einspurige Brücke; du lässt andere Fahrzeuge passieren, wenn du nicht zuerst ankommst.
  • Ófært“: unpassierbare Strecke, etwa wegen Schnee, Wasser oder einer offiziellen Sperrung.
  • Lokað“: Straße geschlossen.
Leitfaden fürs Autofahren in Island
Praktischer Guide zum Autofahren in Island – @Shutterstock

Bußgelder, Maut und Kraftstoff in Island

Machen wir weiter mit diesem ausführlichen Guide zum Autofahren in Island. Du kennst nun die Dokumente, die Straßentypen und die Grundregeln. Jetzt erklären wir dir alles zu BußgeldernMaut und Kraftstoff, denn auch diese Punkte beeinflussen jeden Roadtrip auf der Insel. 

Häufige Bußgelder in Island

Die isländischen Behörden setzen Strafen sehr konsequent um. Es spielt keine Rolle, ob du Tourist oder Einheimischer bist: Bei einem Verstoß folgt ein Bußgeld, oft mit hohem Betrag. Die häufigsten Fälle sind:

  • Geschwindigkeitsüberschreitung: zwischen €137 und €687 ($150,70 – $755,70)
  • Fahren ohne Sicherheitsgurt: €137 ($150,70)
  • Handy am Steuer: €275 ($302,50)
  • Fahren unter Alkoholeinfluss: Bußgelder ab €687 ($755,70), zusätzlich Führerscheinentzug und eventuell Gefängnis.

Wie läuft es bei einem Mietwagen? Wenn du mit einem Mietauto eine Strafe bekommst, erhält zunächst die Agentur den Bescheid. Die Firma bezahlt die Strafe und berechnet dir anschließend den Betrag plus eine Verwaltungsgebühr.

Gibt es Maut in Island?

Ein großer Vorteil beim Fahren in Island betrifft dein Budget: Die Straßen haben keine Mautgebühren. Du fährst also ohne Bezahlung über das gesamte Netz. Eine einzige Ausnahme bildet der Vaðlaheiðargöng Tunnel in der Nähe von Akureyri. Die einfache Durchfahrt kostet rund €10 ($11). Du bezahlst online über tunnel.is innerhalb von 24 Stunden vor oder nach der Durchfahrt. 

Wenn du nicht rechtzeitig bezahlst, kann die Strafgebühr auf mehr als €27 ($29,70) steigen. Die Mietwagenfirma zieht diesen Betrag dann von deiner Karte ein.

Kraftstoffarten und Preise

Als Nächstes kommt ein Thema, das viele beim Autofahren in Island beschäftigt: das Tanken. Zuerst eine gute Nachricht: In allen Gemeinden und entlang der Hauptstraßen findest du ausreichend Tankstellen, sogar in abgelegenen Regionen. Allerdings bleiben nicht alle Tankstellen rund um die Uhr geöffnet und akzeptieren Bargeld. Daher planst du deinen Tankstopp rechtzeitig.

Die gängigsten Kraftstoffarten

Diese Kraftstoffarten sind in Island üblich:

  • 95 oktan (Bensín): bleifreies Benzin, die häufigste Variante.
  • Diesel (Dísel): vor allem für größere Fahrzeuge oder Transporter.
  • Strom: Die Zahl der Ladestationen wächst stetig, bleibt außerhalb von Reykjavik aber noch begrenzt.

Marken wie ÓB, Orkan, Dælan und Atlantsolía bieten meist die günstigsten Kraftstoffpreise. N1 und Olís verlangen in der Regel etwas mehr. Ein guter Spartipp: Tanke in der Orkan-Tankstelle in der Straße Bústaðavegur in Reykjavik. Dort findest du häufig den niedrigsten Preis des Landes. Zusätzlich sparst du Geld, wenn du einen Diesel Mietwagen nimmst, etwa einen Dacia Duster, denn Diesel kostet meist weniger als Benzin.

Laden von Elektroautos

Elektroautos gewinnen in Island immer mehr Bedeutung. Wenn du ein solches Fahrzeug mietest, planst du deine Route am besten entlang der Ladestationen. Die Infrastruktur wächst zwar schnell, jedoch gibt es weniger Ladepunkte als klassische Tankstellen. Deshalb solltest du Überraschungen vermeiden indem du deinen Energiebedarf sorgfältig kalkulierst.

In den wichtigsten Orten an der Ringstraße findest du Ladestationen, ebenso an vielen N1-Stationen. Trotzdem prüfst du vor der Reise immer Verfügbarkeit und Steckertyp deines Fahrzeugs und passt danach deinen Routenplan an.

Parken in Island

Außerhalb der großen Städte bleibt das Parken in Island meist unkompliziert. In Orten wie Reykjavik, Akureyri oder an sehr beliebten Sehenswürdigkeiten kennst du aber besser die Regeln, damit du keine Strafe oder Abschleppkosten riskierst. Generell ist das Parken auf der Insel kostenlos, mit Ausnahme der Städte.

Außerdem fallen Parkgebühren an einigen Naturattraktionen an, etwa im Nationalpark Þingvellir, im Nationalpark Skaftafell, beim Wasserfall Seljalandsfoss, in der Blue Lagoon oder im Eruptionsgebiet Fagradalsfjall. Am besten liest du einfach die Schilder, dort stehen alle Parkbedingungen klar beschrieben. 

Wo kann man parken?

In den meisten Dörfern und ländlichen Regionen parkst du kostenlos, solange nichts anderes ausgeschildert ist. In Städten und an touristischen Hotspots gelten jedoch farblich markierte oder beschilderte Zonen:

  • P-Zonen (Pay and Display): Du bezahlst und legst das Ticket gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe.
  • Blaue Zonen: Hier parkst du mit Parkscheibe oder nur begrenzt lange.
  • Private Parkplätze: Sie haben feste Tarife pro Stunde oder für den ganzen Tag.

Du zahlst mit Karte oder mit Münzen an den Automaten neben dem Parkplatz. Alternativ nutzt du Apps wie EasyPark oder Parka, die es in Reykjavik und weiteren Städten gibt und die das Parken deutlich erleichtern. In vielen Naturgebieten funktioniert außerdem die Zahlung an automatischen Terminals.

Ist Parken in Island teuer?

Die Parkgebühren in Island variieren je nach Stadt und Zone. Meist liegen sie zwischen €0,62 und €1,72 ($0,68 – $1,89) pro Stunde. In Reykjavik zahlst du in der Regel etwas mehr. Auf privaten oder überdachten Parkplätzen liegen die Preise oft bei rund €10 ($11) pro Tag.

Tipp: Viele Parkflächen bieten dir die ersten 15 bis 30 Minuten gratis, ideal für kurze Aufenthalte. Außerdem parkst du in Reykjavik nach 18:00 Uhr und an Sonntagen überall kostenlos.

Mietwagenoptionen in Island

Zum Schluss dieses Abschnitts erklären wir dir einige wichtige Punkte, die du vor der Buchung eines Mietwagens in Island kennen solltest:

  • Du weißt bereits, dass ein eigenes Fahrzeug deinen Trip in Island stark aufwertet. Außerdem gibt es viele Mietwagenagenturen im Land, etwa am internationalen Flughafen Keflavík, in Reykjavik und in Städten wie Akureyri, Selfoss oder Egilsstaðir. Zusätzlich findest du Angebote über Plattformen wie Rentalcars oder DiscoverCars sowie direkt auf Websites lokaler Firmen.
  • Ein wichtiger Tipp: Buche deinen Wagen frühzeitig, besonders in der Hochsaison von Juni bis August oder wenn du einen 4×4 oder Campervan möchtest. Die Verfügbarkeit sinkt dort sehr schnell.
  • Die Wahl des Fahrzeugtyps hängt vor allem von deiner geplanten Route ab. Kompakte Autos reichen gut für viele Strecken im Land. In bestimmten Regionen brauchst du jedoch zwingend einen Allradantrieb. Lass dich am besten in der Agentur beraten, welches Modell zu deinem konkreten Reiseplan passt.
  • Eine Wochenmiete für ein Auto kostet ungefähr zwischen €378 und €756 ($415,80 – $831,60), abhängig von Fahrzeugklasse, Saison und gewählten Versicherungen.

Letzte Tipps zum Autofahren in Island

Tipps für das Fahren in Island
Tipps für ein erfolgreiches Abenteuer in Island – @Shutterstock

Bereit, in Island Auto zu fahren? Sehr schön! Du bist fast startklar für die Straße. Bevor du losfährst, notierst du dir am besten noch diese letzten Hinweise.

  • Achte immer auf das Wetter: Das Wetter auf der Insel fordert dich oft heraus. Es ändert sich laufend und manchmal ohne viel Vorwarnung. Deshalb solltest du vor jeder Fahrt die Vorhersage prüfen und kontrollieren, ob starker Wind, Schneefall oder Stürme angekündigt sind, besonders im Winter. In dieser Jahreszeit können die Bedingungen hart sein, daher bietet ein 4×4-Fahrzeug die sicherste Option.
  • Nützliche Apps für Island: Einige Apps erleichtern dir das Fahren auf der Insel. Road.is zeigt dir den aktuellen Straßenzustand in Echtzeit.
  • Außerdem hilft dir vedur.is, eine App für Wetter, Wind und Warnmeldungen, die bei der Reiseplanung sehr nützlich bleibt.
  • Vorsicht mit Schafen: Ähnlich wie in Australien Kängurus begegnen dir in Island oft Schafe. Im Frühling kommen die Lämmer zur Welt, deshalb siehst du im Sommer viele Tiere an und auf den Straßen. Sobald du Schafe bemerkst, reduziere du die Geschwindigkeit. Sie reagieren oft unvorhersehbar auf herannahende Fahrzeuge.
  • Fahre vorsichtig auf Schotterstraßen: Das Fahren auf diesen Wegen bleibt einfach, solange du langsam fährst. Wenn du zu stark beschleunigst, verlierst du wegen loser Steine und Schotter schnell die Kontrolle. Gerät das Auto ins Rutschen, schlägst du das Lenkrad nicht abrupt ein und bremst nicht hart. Bleib ruhig und lenke vorsichtig in die Richtung, in die das Fahrzeug rutscht, während du die Kupplung trittst.
  • Vermeide Nachtfahrten: Wir empfehlen dir keine Fahrten bei Dunkelheit in Island, besonders nicht in abgelegenen Gegenden oder beim ersten Besuch im Land. Prüfe deshalb die Zeit des Sonnenuntergangs, bevor du startest, und plane deine Ankunft vor Einbruch der Dunkelheit. Das gilt vor allem für Schotterstraßen, denn dort kann eine Nachtfahrt gefährlich sein. Bleib auf den markierten Wegen:
  • Fahren außerhalb der gekennzeichneten Straßen verstößt gegen das Gesetz und zerstört empfindliche Ökosysteme. Wenn du Spuren in Moosflächen oder auf vulkanischem Boden hinterlässt, drohen dir Geldstrafen von mehreren tausend Euro. Diese Regel musst du unbedingt ernst nehmen.

Auto fahren in Island: Häufige Fragen

Was sind N1-Tankstellen?

N1 ist die größte Tankstellenkette Islands mit Präsenz im ganzen Land. Daher eignet sich N1 besonders gut und bequem zum Tanken von Kraftstoff oder zum Laden von Elektroautos. Die N1 Tankstellen liegen strategisch entlang der Ringstraße. Fährst du also die Route des Goldenen Kreises, die Südküste oder die Westfjorde, triffst du auf mehrere N1 Tankstellen.

Ist Autofahren in Island sicher?

Autofahren in Island bleibt sicher, solange du die Verkehrsregeln einhältst und deinen gesunden Menschenverstand nutzt. Die Straßen sind gut gepflegt und die Rücksicht im Straßenverkehr ist hoch. Informiere dich zusätzlich über das Wetter und bleib aufmerksam auf Schotterwegen, einspurigen Brücken oder gesperrten Strecken.

Was mache ich bei einem Unfall?

Bei einem Notfall wählst du zuerst die 112. Diese Nummer erreichst du rund um die Uhr, an allen Tagen der Woche und überall im Land. Der Dienst koordiniert je nach Situation medizinische Hilfe, Feuerwehr, Rettungsdienste oder Polizei. 
Hast du ein Problem mit dem Auto, kontaktierst du so schnell wie möglich die Mietwagenfirma und meldest den Vorfall. Viele Unternehmen bieten einen einfachen Pannendienst im Paket an, jedoch nicht alle. Prüfe deshalb die genauen Bedingungen immer, bevor du den Vertrag unterschreibst.

Was brauchen EU Bürger zum Fahren in Island?

Reisende aus Ländern der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums dürfen mit ihrem nationalen Führerschein fahren, solange dieser gültig ist. Zusätzliche Formalitäten sind nicht nötig, solange sie sich nur vorübergehend im Land aufhalten.

Darf ich mit einem Mietwagen auf F-Straßen fahren?

Ja, das ist möglich, solange du ein 4×4-Fahrzeug mietest. Außerdem erlauben viele Firmen Fahrten auf diesen Strecken nur mit einem passenden Auto und einem geeigneten Versicherungsschutz. Planst du ein Abenteuer im Hochland, dann frag direkt bei den Agenturen nach den verfügbaren Optionen und wähle die beste Lösung für deine Route.

Plans that may interest you