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Warum Tagesausflüge von LA aus?

  • Du willst Meer? Santa Barbara oder Catalina Island
  • Du willst Wüste? Palm Springs oder Salvation Mountain
  • Du willst eine Zeitreise? Solvang oder Los Alamos
  • Du willst Berge statt Palmen? Idyllwild
  • Du willst Gänsehaut? Queen Mary
  • Du willst Ruhe und rosa Sonnenuntergänge? Ojai 

1. Santa Barbara – Kaliforniens Riviera zum Durchatmen

Entfernung von LA: 150 km | Anreise: 2-3 Std mit Auto oder Amtrak Pacific Surfliner | Zeit: Ganzer Tag

Was, wenn LA einen kleinen, aufgeräumten Zwilling hätte – einen, in dem die Straßen sauberer sind und die Luft nach Meer statt nach Abgasen riecht? Genau das ist Santa Barbara. Und im Gegensatz zu LA lässt sich die Stadt tatsächlich bequem zu Fuß erkunden.

Die spanisch-koloniale Architektur mit ihren roten Ziegeldächern zieht sich durch die ganze Innenstadt, allen voran das beeindruckende Santa Barbara County Courthouse – ein Gerichtsgebäude, das eher wie ein Schloss aussieht und dessen Turm dir einen kostenlosen Panoramablick über die Stadt und aufs Meer schenkt. Danach ein Bummel über die State Street mit ihren Boutiquen, dann raus auf den Stearns Wharf – die längste hölzerne Seebrücke der Westküste, und der perfekte Punkt, um noch mal zurückzuschauen, bevor’s weitergeht. 

Nur wenige Minuten entfernt liegt Montecito – der Nachbarort, der vor allem für seine prominenten Bewohner bekannt ist. Hier reihen sich Villen mit Ozeanblick und Boutique-Hotels aneinander, die zu den elegantesten der ganzen Westküste zählen. Selbst wenn du kein Promi-Sichtung-Bingo spielen willst: Ein kurzer Abstecher lohnt sich allein wegen der Aussicht.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Mai bis Juni – trocken und angenehm warm, ohne die Hitze, die ab September einsetzt
  • Authentisch: Die State Street zu Fuß erkunden statt mit dem Auto – Santa Barbara ist eine der wenigen Städte in der Region, die das wirklich hergibt
  • Geheimtipp: Nimm den Amtrak Pacific Surfliner statt des Autos – die Zugfahrt entlang der Küste ist fast schon Teil des Erlebnisses

Kosten: Courthouse-Turm kostenlos, Zugticket ab 15 $ (ca. 14 €) einfache Fahrt

Entfernung von LA: 150 km | Anreise: 2-3 Std mit Auto oder Amtrak Pacific Surfliner | Zeit: Ganzer Tag

Was, wenn LA einen kleinen, aufgeräumten Zwilling hätte – einen, in dem die Straßen sauberer sind und die Luft nach Meer statt nach Abgasen riecht? Genau das ist Santa Barbara. Und im Gegensatz zu LA lässt sich die Stadt tatsächlich bequem zu Fuß erkunden.

Die spanisch-koloniale Architektur mit ihren roten Ziegeldächern zieht sich durch die ganze Innenstadt, allen voran das beeindruckende Santa Barbara County Courthouse – ein Gerichtsgebäude, das eher wie ein Schloss aussieht und dessen Turm dir einen kostenlosen Panoramablick über die Stadt und aufs Meer schenkt. Danach ein Bummel über die State Street mit ihren Boutiquen, dann raus auf den Stearns Wharf – die längste hölzerne Seebrücke der Westküste, und der perfekte Punkt, um noch mal zurückzuschauen, bevor’s weitergeht. 

Nur wenige Minuten entfernt liegt Montecito – der Nachbarort, der vor allem für seine prominenten Bewohner bekannt ist. Hier reihen sich Villen mit Ozeanblick und Boutique-Hotels aneinander, die zu den elegantesten der ganzen Westküste zählen. Selbst wenn du kein Promi-Sichtung-Bingo spielen willst: Ein kurzer Abstecher lohnt sich allein wegen der Aussicht.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Mai bis Juni – trocken und angenehm warm, ohne die Hitze, die ab September einsetzt
  • Authentisch: Die State Street zu Fuß erkunden statt mit dem Auto – Santa Barbara ist eine der wenigen Städte in der Region, die das wirklich hergibt
  • Geheimtipp: Nimm den Amtrak Pacific Surfliner statt des Autos – die Zugfahrt entlang der Küste ist fast schon Teil des Erlebnisses

Kosten: Courthouse-Turm kostenlos, Zugticket ab 15 $ (ca. 14 €) einfache Fahrt

2. Solvang & Los Alamos – Zwei Kleinstädte, zwei komplett verschiedene Zeitreisen

Entfernung von LA: 210 km | Anreise: 2,5 Std mit Auto | Zeit: Ganzer Tag

Stell dir vor, du fährst durch die kalifornische Weinlandschaft und landest plötzlich mitten in Dänemark. Genau das passiert in Solvang: Fachwerkhäuser, Windmühlen und Storchennester, so weit das Auge reicht – gegründet 1911 von dänischen Einwanderern, die ihre Heimat mitten im Santa Ynez Valley nachgebaut haben. Es klingt nach Kulisse, ist aber echt: Bäckereien verkaufen bis heute original dänisches Gebäck, und Straßenschilder sind zweisprachig.

Wer sein Timing geschickt legt, kann den Besuch mit einem der festen Termine im Solvang-Kalender verbinden: Von Juni bis September verwandelt sich die Stadt mit dem Solvang Festival Theater in eine Freiluft-Bühne, im September feiern die Danish Days die dänischen Wurzeln des Ortes mit Musik und Trachten, und im Dezember taucht das Julefest die Stadt in weihnachtliches Licht. Und noch ein Geheimtipp, den viele übersehen: Nur die Straße hoch liegt OstrichLand USA, wo über 100 Strauße und Emus frei herumlaufen – ein herrlich schräger Zwischenstopp, bei dem du die Vögel sogar selbst füttern kannst. 

Nur 15 Minuten weiter liegt Los Alamos – und hier springst du in eine ganz andere Zeit: den amerikanischen Wilden Westen. Eine einzige Hauptstraße, gesäumt von historischen Saloons und Antiquitätenläden aus dem 19. Jahrhundert, die heute charmante Cafés und Boutique-Weinbars beherbergen. Der Ort wirkt wie ein Filmset, ist aber waschechtes, lebendiges Kleinstadt-Amerika. Jihea zählt genau diese Mischung aus Zeitreise und Weinregion zu ihren liebsten Ausflugstipps rund um LA.

Beide Orte liegen mitten im Santa Ynez Valley, einer der bekanntesten Weinregionen Kaliforniens – ein Grund mehr, warum sich der Umweg von der Küste lohnt. Neben Solvangs eigenen Weingütern ist auch die San Antonio Winery in Reichweite, eines der ältesten und bekanntesten Weingüter der Region.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Frühling und Frühsommer, bevor die Sommerhitze das Valley erreicht
  • Authentisch: In Solvang unbedingt echte dänische Æbleskiver (kleine, runde Pfannkuchenbällchen) probieren, nicht nur die Touristenversion
  • Geheimtipp: Los Alamos wird von den meisten LA-Besuchern komplett übersehen – genau deshalb lohnt sich der kurze Abstecher

Kosten: Beide Orte kostenlos begehbar, Weinproben ab 20 $ (ca. 19 €)

3. Catalina Island (Avalon) – die autofreie Insel vor Kaliforniens Küste

Entfernung von LA: ca. 35 km (per Fähre) | Anreise: 1 Std mit der Fähre ab Long Beach oder San Pedro | Zeit: Ganzer Tag

Kein Auto, keine Ampeln, kein Stau – auf Catalina Island tickt die Zeit anders. Die kleine Insel vor der Küste von Long Beach wird oft als “Kaliforniens Mittelmeer” beschrieben, und sobald du in Avalon, dem einzigen größeren Ort der Insel, aus der Fähre steigst, verstehst du warum: bunte Häuser am Hafen, Golfcarts statt Autos und ein Tempo, das komplett vom LA-Trubel entkoppelt ist.

Avalon selbst lädt zum Bummeln ein – die Uferpromenade mit ihren Cafés und kleinen Läden, das ikonische Casino-Gebäude (kein Glücksspiel-Casino im klassischen Sinn, sondern eine historische Ballsaal- und Kinohalle aus den 1920ern) und kristallklares Wasser, das sich perfekt zum Schnorcheln eignet. Wer’s aktiver mag, kann eine Glasboden-Bootstour buchen oder ins Landesinnere wandern, wo wilde Bisons grasen – ein Überbleibsel aus einem Filmdreh der 1920er, die sich bis heute vermehrt haben.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Mai bis Juni, bevor es im Hochsommer auf der Insel richtig voll wird
  • Authentisch: Miete ein Golfcart statt eine geführte Tour zu buchen – so entdeckst du die Insel in deinem eigenen Tempo
  • Geheimtipp: Die Bison-Sichtung ist kein Zufall, sondern fast garantiert, wenn du eine Wandertour ins Inselinnere machst

Kosten: Fähre ab 90 $ (ca. 84 €) hin und zurück, Golfcart-Verleih ab 50 $ (ca. 46 €) pro Stundee

4. Palm Springs – Wüstenglamour mit Mid-Century-Flair

Entfernung von LA: 175 km | Anreise: 2 Std mit Auto | Zeit: Ganzer Tag

Palmen, Berge und eine Architektur, die aussieht, als wäre sie direkt aus den 1950ern in die Gegenwart gebeamt: Palm Springs ist seit Jahrzehnten der Rückzugsort der Reichen und Schönen aus LA – und mittlerweile auch bei allen anderen beliebt, die für einen Tag der Stadt entkommen wollen. Jihea nennt Palm Springs als einen ihrer festen Tipps, wenn Besucher nach einem Tapetenwechsel von der LA fragen. Mitten in der Innenstadt erinnert die 8 Meter hohe “Forever Marilyn”-Statue an die Hollywood-Vergangenheit des Ortes – ein beliebtes (wenn auch nicht unumstrittenes) Fotomotiv, das die berühmte Kleid-Szene aus “Das verflixte 7. Jahr” nachstellt. Die Wüstenstadt selbst liegt eingebettet zwischen den San Jacinto Mountains, was für eine fast surreale Kulisse sorgt: schroffe Berggipfel direkt hinter Palmenalleen und Poolvillen. 

Architekturfans kommen hier voll auf ihre Kosten – Palm Springs gilt als Hochburg des Mid-Century-Modern-Stils, mit klaren Linien, viel Glas und den charakteristischen Butterfly-Dächern, die man sonst nur aus Architekturmagazinen kennt. Eine geführte Architektur-Tour durch die Wohnviertel lohnt sich, selbst wenn du dich sonst nicht für Gebäude interessierst. Danach lohnt sich eine Fahrt mit der Palm Springs Aerial Tramway, die dich in wenigen Minuten von der Wüstenhitze auf über 2.500 Meter Höhe in die kühle Bergwelt bringt – oben warten Wanderwege und im Winter sogar Schnee.

Wer sein Timing danach ausrichten kann, sollte einen Besuch mit der Modernism Week verbinden: Jeden Februar verwandelt sich die Stadt für elf Tage in ein Mekka für Design-Fans, mit Hunderten Touren durch legendäre Häuser, Vorträgen und einer Vintage-Autoshow – im Oktober gibt’s zusätzlich eine kompaktere vier Tage lange Ausgabe. Auch außerhalb dieser Termine lohnt sich ein Stopp im Palm Springs Art Museum mit seinem Architecture and Design Center, das ganzjährig einen guten Einstieg in die Design-Geschichte der Stadt bietet. 

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Frühling oder Herbst – im Hochsommer klettern die Temperaturen locker auf 40 Grad und mehr
  • Authentisch: Ein Spaziergang durch die Uptown Design District mit ihren Vintage- und Möbelläden zeigt dir den echten Mid-Century-Spirit der Stadt
  • Geheimtipp: Auf dem Weg nach Palm Springs lohnt sich ein kurzer Stopp bei den Cabazon Dinosaurs an der I-10 – riesige Beton-Dinosaurier, die durch “Pee-Wee’s Big Adventure” berühmt wurden und ein herrlich schräges Fotomotiv abgeben

Kosten: Aerial Tramway ab 30 $ (ca. 28 €), Architektur-Touren ab 55 $ (ca. 51 €)

5. Salvation Mountain & Slab City – Wo Kunst und Freiheit auf die Wüste treffen

Entfernung von LA: ca. 260 km | Anreise: 3 Std mit Auto | Zeit: Ganzer Tag

Stell dir vor, ein einzelner Mann baut über 30 Jahre lang – komplett allein, ohne Sponsoren, ohne Genehmigung – einen bunten Hügel mitten in der Wüste, nur weil er der Welt sagen will: “Gott ist Liebe.” Genau das ist die Geschichte von Salvation Mountain. Der Vietnam-Veteran Leonard Knight begann 1984 mit einem halben Sack Zement und einem Eimer, und als sein erstes Bauwerk nach fünf Jahren buchstäblich in sich zusammenfiel, fing er einfach von vorne an – diesmal mit lokalem Lehm und Stroh, einer Bautechnik, die er sich bei den Navajo abgeschaut hatte. Religiöse Grenzen waren ihm dabei egal: Knight betonte immer wieder, dass es keine Rolle spiele, ob jemand Christ, Buddhist oder gar nichts davon sei – Hauptsache, die Botschaft der Liebe kommt an.

Das Ergebnis: ein über 15 Meter hoher, komplett handbemalter Hügel, für den geschätzt mehr als 100.000 Gallonen Farbe verbraucht wurden – größtenteils gespendet von Besuchern, die im Laufe der Jahre von überall her anreisten. Wenn du davorstehst, wirkt der Kontrast fast surreal: grelle Rosa-, Gelb- und Blautöne, die sich brennend heiß aus der staubtrockenen, komplett kargen Wüstenlandschaft herausschälen, umgeben von absoluter Stille, nur unterbrochen vom Wind. Bibelverse, Blumenmuster und Regenbogenstreifen ziehen sich über die gesamte Fläche, dazwischen versteckte Grotten und ein “gelber Ziegelweg”, den du hochlaufen kannst. Als die Behörden die Farbe wegen vermeintlicher Bleibelastung testen wollten, hatte Knight schon vorgesorgt: Er hatte von Anfang an bleifreie Farbe verwendet – der Test bestätigte es, und der Hügel blieb stehen.

Nur wenige Minuten entfernt liegt Slab City, das sich selbst “die letzte freie Stadt Amerikas” nennt. Auf dem Gelände einer ehemaligen Marine-Basis aus dem Zweiten Weltkrieg leben hunderte Menschen aus freien Stücken komplett ohne Strom, fließend Wasser oder Müllabfuhr – die namensgebenden Betonplatten der alten Militärgebäude liegen bis heute überall verstreut zwischen den Wohnwagen. Im Winter schwillt die Bevölkerung durch zugereiste “Snowbirds” auf mehrere Tausend an, während im Sommer bei über 45 Grad nur die Hartgesottenen bleiben. Ein Abstecher zu East Jesus, einer Kunstinstallation komplett aus Elektroschrott, kaputten Fernsehern und ausrangierten Autos, rundet den Besuch ab.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Spätherbst bis Frühling – im Sommer sind die Temperaturen in dieser Gegend gefährlich heiß
  • Authentisch: Bring eine Dose Farbe oder etwas Bargeld mit und spende sie am Fuß des Hügels – so wird Salvation Mountain bis heute erhalten
  • Geheimtipp: East Jesus hat feste Öffnungszeiten wie ein kleines Museum – vorher online checken, um nicht vor verschlossener Tür zu stehen
  • ⚠️ Wichtig: Tanke bevor du losfährst – in der Gegend gibt es keine Tankstellen. Und da der Handyempfang oft komplett ausfällt, lohnt es sich, die Route vorher offline auf Google Maps herunterzuladen 

Kosten: Beide Orte kostenlos (Spenden willkommen)

6. Queen Mary – das schwimmende Geisterschiff von Long Beach

Entfernung von LA: ca. 30 km | Anreise: 45 Min mit Auto | Zeit: Halber bis ganzer Tag

Manche Schiffe fahren einfach nicht mehr weg – die Queen Mary liegt seit 1967 fest im Hafen von Long Beach vor Anker, mittlerweile als Hotel und Museum. Der einstige Luxusliner der Cunard-Linie transportierte in seiner aktiven Zeit Filmstars und Königshäuser über den Atlantik, diente im Zweiten Weltkrieg aber auch als Truppentransporter – eine Rolle, die dem Schiff seinen Spitznamen “Grey Ghost” einbrachte. Bei einem Zwischenfall während des Kriegs kollidierte die Queen Mary mit einem ihrer eigenen Begleitschiffe, wobei zahlreiche Matrosen ums Leben kamen – eine der dunkelsten Episoden ihrer Geschichte.

Genau diese Vergangenheit macht das Schiff heute zu einem der meistbesuchten “haunted”-Ziele Kaliforniens. Legendär ist die Kabine B340: Angeblich spukt es dort seit der letzten Atlantiküberquerung 1967, mit Berichten über Wasserhähne, die sich von selbst aufdrehen, und Bettdecken, die nachts weggezogen werden. Der Raum war jahrzehntelang für Gäste gesperrt und wurde erst 2018 wieder zur Buchung freigegeben – ein pikantes Detail am Rande: Ein Teil der Spuk-Legende geht offenbar auf Disney zurück, das die Kabine in den 1990ern als Prototyp für eine “Haunted Mansion auf See” mit versteckter Technik präparierte.

Wer nicht übernachten will, kann trotzdem an den “Ghosts & Legends”- oder Paranormal-Investigation-Touren teilnehmen, die durch die stimmungsvollsten (und angeblich aktivsten) Ecken des Schiffs führen. Auch ganz ohne Gänsehaut-Faktor lohnt sich ein Besuch: Die Art-déco-Innenausstattung ist original erhalten, und die “Glory Days”-Tour erzählt die Geschichte des Schiffs von der Bauzeit bis zum Truppentransport im Krieg.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Ganzjährig möglich, aber besonders stimmungsvoll rund um Halloween, wenn die “Dark Harbor”-Veranstaltung stattfindet
  • Authentisch: Die Glory Days Tour zeigt dir mehr von der echten Schiffsgeschichte als die reinen Ghost-Touren
  • Geheimtipp: Wer sich traut, kann Kabine B340 tatsächlich buchen – Übernachtungen sind seit 2018 wieder möglich

Kosten: Museumszugang/Touren ab 30 $ (ca. 28 €), Übernachtung in B340 ab 499 $ (ca. 465 €)

7. Idyllwild – Kaliforniens Bergdorf mit einem Hund als Bürgermeister

Entfernung von LA: ca. 170 km | Anreise: 2 Std mit Auto | Zeit: Ganzer Tag (oder Wochenende)

Auf über 1.600 Metern Höhe, mitten in den San Jacinto Mountains, liegt ein Ort, der sich anfühlt, als hätte man Kalifornien komplett verlassen: Idyllwild. Statt Palmen und Strand erwarten dich hier dichte Kiefernwälder, kühle Bergluft und massive Granitfelsen – ein Alpen-Feeling, das kaum jemand mit Südkalifornien verbindet. Und als wäre das nicht schon charmant genug: Die kleine Gemeinde hat einen Golden Retriever namens Max zum Bürgermeister gewählt, mittlerweile schon der dritte Hund in Folge, der das Amt bekleidet.

Idyllwild ist umgeben vom Mount San Jacinto State Park, einem 5.600 Hektar großen Wildnisgebiet mit dem San Jacinto Peak als höchstem Punkt – mit 3.302 Metern der zweithöchste Gipfel Südkaliforniens. Die Wanderwege sind entsprechend vielfältig: Der Ernie Maxwell Scenic Trail eignet sich für einen entspannten Nachmittag, während die Tour zum Suicide Rock (der Name ist gruseliger als die Wanderung selbst) mit einem spektakulären Blick auf den markanten Lily Rock belohnt wird. Wer’s actionreicher mag, findet in der Gegend auch eine der bekanntesten Kletter-Szenen Südkaliforniens.

Nach der Wanderung lohnt sich ein Bummel durch das Dorf selbst: kleine Kunstgalerien, Second-Hand-Läden und gemütliche Cafés prägen die kurze Hauptstraße. Ein Wort der Warnung: Idyllwild schläft früh ein – viele Geschäfte und Restaurants schließen schon am späten Nachmittag, also nicht zu spät mit dem Abendessen planen.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Frühling und Sommer zum Wandern, Herbst für buntes Laub, Winter für gelegentlichen Schnee – Idyllwild funktioniert praktisch ganzjährig
  • Authentisch: Halte in der Honey Bunns Bakery, bekannt für ihre Zimtschnecken und Sticky Buns – ein Lokal-Favorit
  • Geheimtipp: Trailheads liegen oft nur 10 Minuten vom Ortszentrum entfernt – du brauchst keine lange Anfahrt, um direkt in der Natur zu sein

Kosten: Wanderwege kostenlos (Tages-Wildnis-Permit nötig, kostenlos an der Ranger Station erhältlich), Essen/Café-Besuche günstig bis moderatmit nötig, kostenlos an der Ranger Station erhältlich), Essen/Café-Besuche günstig bis moderat

8. Ojai – Kaliforniens rosa Sonnenuntergänge und größte Freiluft-Buchhandlung

Entfernung von LA: ca. 130 km | Anreise: 1,5-2 Std mit Auto | Zeit: Ganzer Tag (oder Wochenende)

Ojai wird oft als “Kaliforniens Shangri-La” bezeichnet – und wer einmal den berühmten “Pink Moment” gesehen hat, versteht warum. Wenn die Sonne untergeht, taucht sie die Topa Topa Mountains am Horizont in ein intensives Rosa-Orange, ein optisches Phänomen, das durch die besondere Ausrichtung dieser Bergkette entsteht und weltweit nur an wenigen Orten so vorkommt. Die beste Aussicht dafür hast du vom Meditation Mount aus, einem 13 Hektar großen Garten oberhalb der Stadt, der ursprünglich für spirituelle Einkehr gedacht war – heute pilgern Besucher aber vor allem wegen des Sonnenuntergangs hierher.

Das Tal selbst ist bekannt für seine Landwirtschaft: Zitrushaine, allen voran die kleinen, extra-süßen Pixie-Mandarinen, sowie Olivenöl-Produktion prägen die Landschaft. Der Shelf Road Trail führt direkt durch duftende Mandarinenhaine zu einem Aussichtspunkt über das gesamte Tal – eine der schönsten und leichtesten Wanderungen der Gegend.

Ein absolutes Muss ist Bart’s Books, offiziell die größte Freiluft-Buchhandlung der Welt: Seit 1964 stapeln sich hier über 100.000 Bücher, viele davon in Regalen, die direkt zur Straße hin offen stehen. Ist der Laden geschlossen, funktioniert das Ganze auf Vertrauensbasis – du wirfst einfach Bargeld in eine Münzbox an der Tür. Der Ort hat es sogar in den Teenie-Film “Einfach zu haben” (Easy A) geschafft.

Insider-Tipps

  • Beste Zeit: Ganzjährig schön, aber plane deinen Besuch bewusst bis zum Sonnenuntergang – der Pink Moment ist der eigentliche Star
  • Authentisch: Ein Bummel über die Ojai Avenue mit ihren kleinen Läden und Weinbars zeigt dir das bohemienhafte Lebensgefühl der Stadt am besten
  • Geheimtipp: Am Meditation Mount finden morgens kostenlose, 30-minütige geführte Meditationen statt – auch für komplette Anfänger

Kosten: Meditation Mount kostenlos (Spende willkommen), Bart’s Books kostenlos zum Stöbern Stöbern

Praktische Tipps für deine Tagesausflüge ab Los Angeles

Transport: Wie kommst du hin?

Für die meisten dieser Ausflüge führt kein Weg am Mietwagen vorbei – LA und seine Umgebung sind auf das Auto ausgelegt, und Orte wie Palm Springs, Solvang oder Ojai lassen sich ohne eigene Räder kaum vernünftig erkunden. Wenn du zum ersten Mal in den USA selbst ans Steuer willst, lohnt sich vorab ein Blick in unseren Ratgeber zum Autofahren in den USA – dort erfährst du alles zu Führerschein, Verkehrsregeln und Mietwagen-Optionen.

Zwei Ausnahmen von der Auto-Regel: Nach Santa Barbara bringt dich der Amtrak Pacific Surfliner entspannt mit dem Zug, und für Catalina Island brauchst du ohnehin nur die Fähre – ein Auto wäre auf der Insel sowieso nutzlos.

Bleib unterwegs verbunden

Bevor du deinen Roadtrip durch Kaliforniens Umland startest: Sorg dafür, dass du von der ersten Minute an online bist – damit du bei der nächsten Google-Maps-Route durch die Wüste oder der spontanen Restaurant-Suche in Santa Barbara nicht ins Schwitzen gerätst. Am einfachsten holst du dir direkt am Flughafen eine SIM-Karte für die USA – oder du sparst dir den Stress und richtest deine eSIM schon vor dem Abflug ein. Mit der Holafly eSIM für Los Angeles bist du sofort mit unbegrenzten Daten unterwegs – inklusive 1 GB Always-On-Backup-Daten pro Monat, falls dein Datenvolumen doch mal knapp wird oder sich deine Pläne spontan ändern.

Planst du einen längeren Aufenthalt, lohnt sich außerdem ein Blick auf unsere Datenpläne mit längerer Laufzeit.

Beste Reisezeit

Mai und Juni sind die goldene Zeit für Tagesausflüge rund um LA: trocken, angenehm warm, aber noch nicht so heiß wie ab September, wenn vor allem die Wüstenziele wie Palm Springs oder Salvation Mountain schnell unangenehm werden können. Küstenorte wie Santa Barbara oder Catalina Island funktionieren dagegen fast das ganze Jahr über.

Fazit: LA ist nur der Ausgangspunkt

Von Kaliforniens eleganter Küstenstadt bis zu einem handbemalten Hügel mitten in der Wüste – die Umgebung von Los Angeles ist genauso vielfältig wie die Stadt selbst, nur eben ruhiger, kleiner und oft überraschender. Ob Zeitreise ins dänische Solvang, autofreie Inselstunden auf Catalina oder eine Nacht in einer der spukigsten Kabinen der Westküste: Jeder dieser Ausflüge zeigt dir eine Seite von SoCal, die du in LA selbst nie zu Gesicht bekommst.

Schnapp dir also die Autoschlüssel, pack die Kamera ein und entdecke, was Los Angeles zu bieten hat, sobald du die Stadtgrenze hinter dir lässt.

Häufig gestellte Fragen zu Tagesausflug ab Los Angeles

Welcher Tagesausflug von LA ist am besten für Familien?

Catalina Island eignet sich besonders gut für Familien – keine Autos, sichere Strände und die Fährfahrt selbst ist für Kinder schon ein Erlebnis. Auch Idyllwild kommt mit seinen einfachen Wanderwegen und der überschaubaren Größe bei jüngeren Reisenden gut an.

Kann man mehrere Ausflüge an einem Tag kombinieren?

Solvang und Los Alamos lassen sich problemlos an einem Tag verbinden, da sie nur 15 Minuten auseinanderliegen. Bei allen anderen Zielen gilt aber: Konzentriere dich lieber auf einen Ort und genieße ihn in Ruhe, statt mehrere Stunden im Auto zu verbringen.

Brauche ich einen Mietwagen für Tagesausflüge?

Für die meisten Ziele ja – Santa Barbara ist die Ausnahme, hierhin kommst du bequem mit dem Amtrak Pacific Surfliner. Für Catalina Island brauchst du überhaupt kein Auto, nur die Fähre. Alle anderen Ziele, von Palm Springs bis Ojai, sind ohne eigenes Fahrzeug kaum praktikabel zu erreichen.

Wie viele Tage sollte ich für Ausflüge einplanen?

Bei einem einwöchigen LA-Trip sind 2-3 Tagesausflüge ideal. So bleibt genug Zeit für die Stadt selbst, und du erlebst trotzdem einen guten Querschnitt der Umgebung – zum Beispiel einen Küstenausflug, einen Wüstenausflug und einen ruhigeren Naturtag.

Welcher Ausflug lohnt sich auch außerhalb der Hauptsaison?

Palm Springs ist im Winter besonders angenehm, wenn die Sommerhitze der Wüste nachlässt. Ojai und Idyllwild funktionieren praktisch ganzjährig, im Herbst und Winter sogar mit zusätzlichem Reiz durch buntes Laub oder gelegentlichen Schnee in den Bergen.

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Manuela Oswald

Manuela Oswald

Content-Writerin

Ich bin Manuela, eine weltoffene Content-Writerin, Linguistin, Lektorin und Übersetzerin mit über 20 Jahren Berufserfahrung und einer Leidenschaft fürs Storytelling. Ursprünglich aus Deutschland, hat mich meine Abenteuerlust um die Welt geführt - von den sonnigen Stränden Spaniens über das lebhafte Florida und das pulsierende Sydney bis zu meinem jetzigen Zuhause in Tel Aviv. Unter vielen anderen Projekten hatte ich das Vergnügen, für namhafte Hotelketten wie Fattal Hotels und Leonardo Hotels zu schreiben und deren Geschichten zu erzählen. Wenn ich nicht gerade Content kreiere, findet man mich oft ehrenamtlich mit geistig Behinderten arbeitend, beim Schreiben, Lesen und Malen oder bei einem entspannten Ausritt mit Freunden in der Wüste - Inspirationen, die oft in meine Arbeit einfließen. Heute habe ich das Privileg, bei Holafly meine Leidenschaft fürs Reisen mit meiner Liebe zum Schreiben zu verbinden und dich mit hilfreichen Insights und praktischen Reisetipps zu versorgen.

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