So kaufst du als Ausländer im Jahr 2026 in der Dominikanischen Republik ein Haus
Möchtest du in der Dominikanischen Republik investieren? Entdecke die Vorteile des Confotur-Gesetzes und die Voraussetzungen für den Hauskauf.
Die Karibik hat eine ganz besondere Wirkung auf Menschen, die sie zum ersten Mal besuchen. Punta Cana, Las Terrenas, Santo Domingo, Samaná. Jeder Winkel der Dominikanischen Republik hat seinen eigenen Charakter. Viele kommen für den Urlaub und überlegen bei der Abreise, wie sie für immer bleiben könnten. Oder zumindest, wie sie hier teilweise Fuß fassen und ein Haus in der Dominikanischen Republik kaufen können.
Bei den ersten Recherchen überrascht vor allem, wie offen das System ist. Als Ausländer kannst du in der Dominikanischen Republik ein Haus kaufen, ohne ein spezielles Visum oder einen lokalen Partner zu benötigen. Es gibt keine Begrenzung der Immobilienanzahl und du hast dieselben Eigentumsrechte wie dominikanische Staatsbürger. Seit 1998 steht der dominikanische Immobilienmarkt ausländischem Kapital grundsätzlich ohne Einschränkungen offen. Damals fiel das Gesetz, das zuvor eine Genehmigung verlangte.
Allerdings bedeutet das nicht, dass der Prozess frei von Herausforderungen ist. Du musst bestimmte Unterlagen vorlegen und die anfallenden Steuern kennen. Zudem weisen einige Regionen rechtliche Besonderheiten auf. Hinzu kommen Risiken eines Marktes, der in den vergangenen Jahren sehr schnell gewachsen ist.
Dieser Leitfaden begleitet dich durch den gesamten Prozess: reale Preise nach Region, Steuern, Zahlungsmethoden, einzelne Schritte und vermeidbare Fehler.
Voraussetzungen für Ausländer beim Hauskauf in der Dominikanischen Republik
Nach dominikanischem Recht dürfen ausländische Privatpersonen und Unternehmen Immobilien zu denselben Bedingungen wie dominikanische Staatsbürger kaufen, verkaufen und besitzen. Du benötigst weder einen vorherigen Wohnsitz noch eine besondere staatliche Genehmigung für den Kauf. Diese Offenheit besteht tatsächlich und ist gesetzlich verankert.
Allerdings musst du einige dokumentarische Voraussetzungen erfüllen, um den Kauf rechtsgültig abzuschließen. Sie gelten für jede formelle Immobilientransaktion im Land:
1. Ausweisdokumente
Du musst zwei Dokumente vorlegen: Ein gültiger Reisepass ist als Hauptausweisdokument zwingend erforderlich. Als zweites Dokument akzeptieren die Behörden einen Führerschein, eine Aufenthaltskarte oder ein anderes amtliches Ausweisdokument.

2. KYC-Formular (Know Your Client / Kenne deinen Kunden)
Immobilienunternehmen und Banken nutzen dieses Standardformular, um die Identität des Käufers zu überprüfen. Außerdem erfüllen sie damit die Vorschriften zur Geldwäscheprävention.
Das Formular erfasst Angaben zu Beruf, Vermögen, Familienstand, unterhaltsberechtigten Personen und Immobilien in deinem Herkunftsland. Wenn du verheiratet bist, muss dein Ehepartner es ebenfalls ausfüllen und seine Ausweisdokumente vorlegen.
3. Nachweis über die rechtmäßige Herkunft der Mittel
Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen. Du musst nachweisen, dass das Geld für den Kauf aus einer rechtmäßigen Quelle stammt. Übliche Nachweise sind eine Arbeitgeberbescheinigung oder Unterlagen über dein eigenes Unternehmen. Alternativ kannst du andere Nachweise deiner wirtschaftlichen Tätigkeit vorlegen.
Außerdem musst du Kontoauszüge der letzten drei bis sechs Monate und Steuererklärungen der vergangenen zwei Jahre vorlegen. Für Personen mit Wohnsitz in den USA gilt die letzte Anforderung besonders streng.
4. RNC (Registro Nacional de Contribuyente)
Für die Übertragung des Eigentumstitels auf deinen Namen benötigst du eine Steueridentifikationsnummer im System der Dirección General de Impuestos Internos (DGII). Das Verfahren ist unkompliziert und lässt sich während des Kaufprozesses erledigen.
5. Investorenvisum
Kostet deine Immobilie mindestens €172.414 ($200.000), kannst du ein Investorenvisum beantragen und damit legal in der Dominikanischen Republik leben.
Für den Kauf ist dieses Visum nicht erforderlich. Dennoch kennen viele ausländische Käufer diesen Vorteil nicht. Möchtest du längere Zeit im Land verbringen, solltest du diese Möglichkeit mit einem lokalen Einwanderungsanwalt prüfen.
6. Lokaler Anwalt
Das Gesetz verpflichtet dich beim Immobilienkauf in der Dominikanischen Republik nicht zur Beauftragung eines Anwalts. In der Praxis gehen erfahrene Käufer das Risiko, den Kauf ohne Anwalt abzuwickeln, jedoch kaum ein.
Der Anwalt prüft den rechtlichen Status der Immobilie im Registro de Títulos und kontrolliert den Kaufvertrag vor deiner Unterschrift. Außerdem überwacht er die korrekte Eigentumsübertragung. Sein übliches Honorar beträgt 1 % bis 1,5 % des Immobilienwertes.
Arbeitest du mit einem Immobilienmakler, sollte dieser Mitglied der Asociación de Agentes y Empresas Inmobiliarias de República Dominicana (ACOPROVI) sein. Das allein bietet keine Garantie. Es zeigt jedoch, dass der Makler innerhalb eines anerkannten professionellen Rahmens arbeitet.
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Wie viel kostet ein Haus in der Dominikanischen Republik?
Der dominikanische Immobilienmarkt besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Segmenten. Einerseits gibt es den Wohnimmobilienmarkt für lokale Käufer mit Preisen in dominikanischen Pesos. Dort findest du bereits Angebote in vergleichsweise günstigen Preisklassen.
Andererseits richtet sich ein Marktsegment gezielt an ausländische Käufer und internationale Investoren. Die Preise lauten dort überwiegend auf US-Dollar. Zudem konkurrieren Luxusprojekte mit etablierten karibischen Reisezielen wie Barbados oder den Jungferninseln.
Die Preise unterscheiden sich stark nach Region, Immobilienart und Entfernung zum Strand oder zu wichtigen Städten. Hier findest du die aktuellen Preisspannen nach Region:
Santo Domingo und Großraum Santo Domingo
Die Hauptstadt bietet das größte Angebot und die breiteste Preisspanne. Laut dem Registro de Oferta de Edificaciones des nationalen Statistikamtes (ROE 2025-2) beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Distrito Nacional etwa DOP 132.730. Das entspricht ungefähr €1.983 ($2.300)/m².
In den exklusivsten Vierteln liegen die Preise deutlich höher:
- Piantini: durchschnittlich DOP 172.377/m² und damit das teuerste Viertel der Hauptstadt.
- La Julia und Renacimiento: rund DOP 165.000/m².
- Ensanche Naco und La Esperilla: zwischen DOP 134.000 und DOP 149.000/m².
Im Osten und Westen von Santo Domingo finden lokale Käufer dagegen günstigere Angebote zwischen €690 ($800) und €1.207 ($1.400)/m².
Punta Cana und Cap Cana
Diese Region ist das dynamischste Investitionszentrum des Landes und zieht besonders viele internationale Käufer an. Die Preise spiegeln diese Nachfrage wider:
- Eigentumswohnungen direkt am Meer in Punta Cana / Bávaro: zwischen €1.724 ($2.000) und €3.017 ($3.500)/m².
- Luxusvillen in Cap Cana (Golfanlagen oder Privatstrand): mehr als €3.879 ($4.500)/m².
- Wohnungen mit zwei Schlafzimmern in Gegenden mit hohem Wertsteigerungspotenzial: ab €193.966 ($225.000).
- Wohngrundstücke in der Region: zwischen €259 ($300) und €690 ($800)/m².
Las Terrenas (Samaná)
Der Ort hat in den vergangenen Jahren besonders bei europäischen Käufern an Beliebtheit gewonnen, vor allem bei Franzosen und Spaniern. Er bietet eine ruhigere und weniger überlaufene Alternative zu Punta Cana:
- Wohnungen im Zentrum von Las Terrenas: zwischen €1.034 ($1.200) und €1.724 ($2.000)/m².
- Villen direkt am Meer: zwischen €2.155 ($2.500) und €3.448 ($4.000)/m².
- Grundstücke in abgelegeneren Gebieten: ab €129 ($150)/m².
Puerto Plata, Sosúa und Cabarete
Die Nordküste bietet niedrigere Preise und gleichzeitig Wertsteigerungspotenzial durch neue Bauprojekte und Infrastrukturinvestitionen. Daher eignet sich die Region für Käufer mit langfristiger Investitionsperspektive.
Santiago de los Caballeros
Die zweitgrößte Stadt des Landes entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum. Etablierte Wohnviertel wie Los Jardines und La Trinitaria kosten zwischen €948 ($1.100) und €1.552 ($1.800)/m². In den Außenbezirken findest du günstigere Optionen.
Instandhaltungskosten
Geschlossene Wohnanlagen (Gated Communities) und Eigentumswohnanlagen verlangen monatliche Instandhaltungsgebühren, deren Höhe von den enthaltenen Leistungen abhängt: privater Sicherheitsdienst, Pool, Gartenanlagen und Notstromgenerator.
Bei Projekten der gehobenen Mittelklasse in Punta Cana liegen diese Gebühren zwischen €86 ($100) und €345 ($400) monatlich. Bei Luxusprojekten können sie höher ausfallen. Diese regelmäßigen Kosten solltest du deshalb von Anfang an einplanen.
Welche Steuern fallen beim Hauskauf in der Dominikanischen Republik an?
Das dominikanische Steuersystem für Immobilienkäufe ist einfacher und direkter als in vielen europäischen Ländern. Dennoch solltest du die geltenden Übertragungssteuern und Steuerbefreiungen genau kennen. Nur so kannst du die Gesamtinvestition präzise berechnen. Im Folgenden findest du die wichtigsten steuerlichen und rechtlichen Kosten:
1. ITBI (Impuesto sobre Transferencias de Bienes Inmuebles)
Dies ist die wichtigste Steuer beim Immobilienkauf. Der Steuersatz beträgt 3 % und basiert auf dem jeweils höheren Wert. Dabei gilt entweder der vertragliche Kaufpreis oder der bei der Dirección General de Impuestos Internos (DGII) registrierte Schätzwert.
Ohne Zahlungsbeleg für diese Steuer stellt das Registro de Títulos kein Certificado de Título auf den Namen des Käufers aus.
- Zahlungszeitpunkt: Du zahlst die Steuer einmalig, wenn du die Übertragung des Eigentumstitels auf deinen Namen beantragst.
2. Notargebühren und Rechtskosten
Notargebühren und Eintragungskosten im Registro de Títulos erhöhen die Gesamtkosten der Transaktion zusätzlich. Wie bereits erwähnt, liegen die Anwaltskosten normalerweise zwischen 1 % und 1,5 % des Immobilienwertes.
Außerdem solltest du kleinere Zusatzkosten für notarielle Beglaubigungen und die Eintragung im Registro de Títulos einplanen. Insgesamt machen diese Rechtskosten meist 4 % bis 5 % des Verkaufspreises aus. Darin sind die 3 % Übertragungssteuer bereits enthalten.
3. Der größte Vorteil: Steuerbefreiung nach dem CONFOTUR-Gesetz
Dieser Punkt ist besonders für Investoren in Tourismusregionen wie Punta Cana, Cap Cana, Las Terrenas oder Puerto Plata relevant. Das Tourismusförderungsgesetz 158-01 (CONFOTUR) bietet umfangreiche Anreize für ausländische Investitionen:
- Ersparnis beim Kauf: Besitzt das Projekt eine CONFOTUR-Zertifizierung, entfällt für den Käufer die Übertragungssteuer von 3 %.
- Langfristige Ersparnis: Der Eigentümer zahlt für einen Zeitraum von normalerweise 15 Jahren keine IPI (1 %).
- Vorherige Prüfung: Die Ersparnis kann mehrere Zehntausend US-Dollar betragen. Prüfe deshalb vor jeder Anzahlung oder Reservierung, ob das konkrete Projekt weiterhin gültig zertifiziert ist.
4. IPI (Impuesto sobre el Patrimonio Inmobiliario)
Sobald du Eigentümer bist, kommt die IPI ins Spiel. Diese jährliche Steuer gilt für den Gesamtwert des Immobilienvermögens natürlicher Personen.
Sie fällt jährlich auf Immobilienvermögen oberhalb einer Grenze von DOP 6,5 Millionen an. Das entspricht beim Wechselkurs von 2026 ungefähr €94.828 ($110.000). Liegt der Wert deiner Immobilie oder deines gesamten Immobilienbesitzes darunter, zahlst du keine IPI. Bei touristischen Immobilien mit aktiver CONFOTUR-Zertifizierung entfällt sie ebenfalls während des Befreiungszeitraums.
Der jährliche Steuersatz beträgt 1 % auf den Wert, der diese Grenze überschreitet.
5. Einkommensteuer
Gewinne aus dem Immobilienverkauf in der Dominikanischen Republik können für Nichtansässige der Einkommensteuer (ISR) unterliegen. Der genaue Steuersatz und die Bedingungen hängen von der steuerlichen Situation des Verkäufers ab. Außerdem spielt ein mögliches Doppelbesteuerungsabkommen mit seinem Wohnsitzland eine Rolle.
Deutschland und die Dominikanische Republik haben bisher kein geltendes Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen, das auf solche Fälle Anwendung findet. Daher solltest du vor einem Verkauf einen Steuerberater konsultieren.
6. Erbschaftsteuer
Wenn du eine Immobilie in der Dominikanischen Republik erbst, fällt eine Steuer von 3 % auf den gesamten Nachlasswert an. Die Erben müssen innerhalb von 90 Tagen nach dem Todesfall die Erbschaftsteuererklärung bei der DGII einreichen.

Schritte beim Hauskauf in der Dominikanischen Republik
Der Immobilienkauf im Herzen der Karibik ist spannend, erfordert jedoch einen klaren Ablauf. Schließlich hat der dominikanische Immobilienmarkt seine eigenen Regeln. Rechtliche Sicherheit entsteht hier Schritt für Schritt. Dazu gehören eine gründliche Titelprüfung und die Nutzung möglicher Steuervorteile. Mit diesem Vorgehen schützt du deine Investition und machst deinen Traum vom Eigentum in der Dominikanischen Republik wahr.
1. Bestimme die gewünschte Immobilienart und Region
Bevor du eine Agentur kontaktierst oder Immobilienanzeigen ansiehst, solltest du deine Ziele klar definieren. Suchst du einen Hauptwohnsitz, eine Zweitwohnung oder eine Ferienimmobilie als Kapitalanlage? Bevorzugst du Strand, Stadt oder Landesinneres? Möchtest du einen Neubau oder eine Bestandsimmobilie?
Für jedes Käuferprofil eignen sich andere Regionen und rechtliche Rahmenbedingungen. Eine CONFOTUR-zertifizierte Ferienwohnung in Punta Cana unterscheidet sich steuerlich und organisatorisch deutlich von einem Haus in Santo Domingo.
2. Beauftrage einen vertrauenswürdigen Anwalt
In der Dominikanischen Republik übernimmt dein Anwalt weit mehr als Verwaltungsaufgaben. Er spielt eine entscheidende Rolle für einen sicheren Kauf. Unterschreibe keine Dokumente und überweise kein Geld ohne einen Spezialisten für lokales Immobilienrecht. Zunächst führt er eine Due Diligence durch. Dabei prüft er im Registro de Títulos, ob der Verkäufer rechtmäßig verkaufen darf. Außerdem kontrolliert er die Immobilie auf Pfändungen, Hypotheken und Steuerschulden.
3. Prüfe den Eigentumstitel
In der Dominikanischen Republik weist das Certificado de Título das Eigentum an einer Immobilie nach. Vor jeder Zahlung muss dein Anwalt einen einwandfreien Eigentumstitel und dessen ordnungsgemäße Registrierung überprüfen.
In einigen ländlichen Gebieten oder informellen Projekten gibt es weiterhin Immobilien ohne eindeutige Eigentumstitel. Als ausländischer Käufer solltest du solche Objekte grundsätzlich meiden.
4. Verhandle den Preis und unterschreibe den Kaufvorvertrag
Nach der Titelprüfung und Preiseinigung unterschreiben beide Parteien den Kaufvorvertrag (Contrato de Venta) und halten damit die Vereinbarung verbindlich fest. Zu diesem Zeitpunkt zahlst du normalerweise eine Anzahlung von 10 % bis 20 % des vereinbarten Preises.
Dein Anwalt sollte klare Rücktrittsklauseln, feste Zahlungsfristen und Vertragsstrafen bei Nichterfüllung aufnehmen. Dadurch schützt du dein Kapital bei möglichen Problemen.
5. Beantrage deine RNC bei der DGII
Damit der dominikanische Staat dich als Eigentümer anerkennt, musst du dich bei der DGII registrieren. Deine RNC (Registro Nacional de Contribuyente) erhältst du mit deinem Reisepass und dem entsprechenden Formular.
Dein Anwalt kann dieses unkomplizierte Verwaltungsverfahren beschleunigen. Die Registrierung ist jedoch zwingend erforderlich, damit du die Übertragungssteuern zahlen kannst.
6. Leiste die Restzahlung und unterschreibe die Kaufurkunde
Nach Unterzeichnung des Vorvertrags und Erhalt der RNC zahlst du den Restbetrag und unterschreibst die Kaufurkunde beim Notar. Zu diesem Zeitpunkt zahlst du außerdem sämtliche Steuern und Kosten der Transaktion.
7. Registriere die Eigentumsübertragung im Registro de Títulos
Der letzte und wichtigste Schritt ist die Eintragung der Eigentumsübertragung im Registro de Títulos. Die Unterzeichnung der Kaufurkunde allein reicht nicht aus. Der Prozess endet erst, wenn das Register ein neues Certificado de Título auf deinen Namen ausstellt. Erst dann bist du rechtlich zweifelsfrei Eigentümer deines Stücks vom Paradies.
Finanzielle Abwicklung: Wie bezahlst du deine Immobilie in der Dominikanischen Republik?
Der dominikanische Immobilienmarkt arbeitet besonders im Luxus- und Tourismussegment stark mit US-Dollar. Die Landeswährung ist zwar der dominikanische Peso (DOP). Die meisten Transaktionen mit ausländischen Käufern vereinbaren und begleichen die Parteien jedoch in US-Dollar. Daher solltest du Zahlungswege und Finanzierungsmöglichkeiten kennen, um die Transaktionskosten zu optimieren.
1. Internationale Überweisungen und Bankgeschäfte
Internationale Banküberweisungen sind die Standardmethode. Du kannst zwar rechtlich von einem ausländischen Konto aus handeln. Dennoch empfiehlt sich ein lokales Bankkonto bei Instituten wie Banco Popular, BHD oder Banreservas. Damit kannst du nach dem Kauf Instandhaltungsgebühren, laufende Steuern und Versorgungsleistungen einfacher bezahlen.
Bei hohen Geldbeträgen können Korrespondenzbankgebühren und Wechselkurse erhebliche Verluste verursachen. Spezialisierte internationale Überweisungsdienste bieten häufig günstigere Konditionen als traditionelle Banken.
2. Finanzierung für Nichtansässige: Möglichkeiten und Bedingungen
Als Ausländer kannst du in der Dominikanischen Republik eine Hypothek erhalten. Allerdings unterscheidet sich das Verfahren vom europäischen oder US-amerikanischen Modell. Geschäftsbanken wie Scotiabank RD oder Banco Santa Cruz bieten internationale Bankdienstleistungen unter bestimmten Bedingungen an:
- Beleihungsauslauf (LTV): Ansässige erhalten eine Finanzierung von bis zu 80 %. Nichtansässige erhalten dagegen meist 60-70 % des Schätzwertes.
- Zinssätze: Historisch liegen die Dollarzinsen in der Dominikanischen Republik über denen der Eurozone oder der USA. Vergleiche deshalb unbedingt den effektiven Jahreszins mehrerer Anbieter.
- Voraussetzungen: Rechne mit einer strengen Compliance-Prüfung. Du musst Bonitätsnachweise aus deinem Herkunftsland vorlegen, beispielsweise einen TransUnion-Bericht oder vergleichbare Unterlagen. Außerdem benötigst du Steuererklärungen und Nachweise über ein regelmäßiges Einkommen.
3. Barkauf (Cash Buyer)
Diese Kaufart dominiert im Investitionssegment. Ein Barkauf vereinfacht den Prozess erheblich, da Bankbürokratie und externe Bewertungen entfallen. Gleichzeitig stärkt er deine Verhandlungsposition. Auf dem dominikanischen Markt erhalten Käufer mit sofort verfügbarer Liquidität häufig deutliche Rabatte auf den Listenpreis.
4. Kauf vom Plan: das Modell touristischer Bauprojekte
In Wachstumsregionen wie Punta Cana, Las Terrenas oder Cap Cana sind Ratenzahlungen bei Neubauprojekten üblich. Dadurch kannst du während der Bauphase ohne Bankzinsen finanzieren:
- Typische Struktur: Reservierung (€1.724-4.310 ($2.000-5.000)) + 10-20 % bei Vertragsunterzeichnung + 30-40 % in Raten während der Bauphase + Restbetrag bei Übergabe.
- Vorteile und Risiken: Du kannst von der Wertsteigerung zwischen Baubeginn und Übergabe profitieren. Allerdings hängt die Sicherheit dieser Investition vollständig von der Zahlungsfähigkeit des Bauträgers ab. Vor einer Anzahlung muss dein Anwalt deshalb die Baugenehmigungen und bisherigen Projektübergaben des Bauträgers prüfen.
Unabhängig von der gewählten Methode solltest du alle Zahlungen über offizielle Bankkanäle abwickeln. Vermeide hohe Barzahlungen, denn die dominikanischen Geldwäschegesetze sind sehr streng. Ohne nachvollziehbare Bankbelege zur Herkunft der Mittel kann die Registrierung deines Eigentumstitels problematisch werden.

Tipps vor dem Hauskauf in der Dominikanischen Republik
Eine Investition im Ausland erfordert sowohl Begeisterung als auch Vorsicht. Beachte deshalb diese strategischen Tipps, bevor du die endgültige Entscheidung triffst. So wird deine Erfahrung hoffentlich genauso angenehm wie das karibische Klima.
1. Bleib vorher, währenddessen und danach verbunden
Bei einem Immobilienkauf aus der Ferne in einem anderen Land musst du jederzeit erreichbar sein. Für eine kurze Reise bietet dir die Holafly eSIM für die Dominikanische Republik unbegrenztes Datenvolumen direkt nach deiner Landung. Du musst weder die SIM-Karte wechseln noch nach WLAN suchen.
Für einen längeren Aufenthalt oder deine ersten Monate im Land eignen sich die monatlichen Holafly Tarife am besten. Du schließt einmal ein Abonnement ab und musst dich anschließend um nichts mehr kümmern. Mit der globalen eSIM erhältst du Internet in über 160 Ländern. Außerdem verbindet sie dich mit dem jeweils stärksten verfügbaren Netz. Du kannst deine Daten zudem mit anderen Geräten teilen. Darüber hinaus erhältst du den Vorteil Always On. Damit stehen dir automatisch monatlich 1 GB als Reserve in über 70 Ländern zur Verfügung.
2. Prüfe den Eigentumstitel immer vor der ersten Zahlung
Das größte Risiko besteht in Betrug durch doppelte Eigentumstitel oder Verkäufer ohne rechtliche Befugnis. Zahle keinen einzigen US-Dollar, bevor dein Anwalt das originale Certificado de Título im Registro de Títulos geprüft hat. Nur diese Kontrolle schützt dich wirksam vor versteckten Belastungen oder Pfändungen.
3. Prüfe den CONFOTUR-Status beim Kauf in einer Tourismusregion
Bei einer aktiven Zertifizierung sparst du bis zu 15 Jahre lang ITBI und IPI. Fehlt sie oder ist sie abgelaufen, fallen die Steuern regulär an. Langfristig kann dieser Unterschied mehrere Zehntausend US-Dollar ausmachen.
4. Prüfe die Gegend vor deiner Entscheidung
Lass dich nicht allein von den Renderings beeindrucken. In der Dominikanischen Republik kann sich die Qualität der Infrastruktur von Straße zu Straße unterscheiden.
Einige Gebiete der Dominikanischen Republik verfügen über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Anderswo können Stromausfälle, Wasserversorgung oder Erreichbarkeit im Alltag Probleme verursachen. Besichtige deshalb die Immobilie und ihre Umgebung persönlich. Sprich außerdem mit Anwohnern und prüfe die Verfügbarkeit grundlegender Versorgungsleistungen.
5. Sei bei Preisen weit unter dem Marktwert vorsichtig
Auf diesem dynamischen Markt kaufen viele Interessenten Immobilien aus der Ferne. Deshalb sind vermeintlich unglaubliche Schnäppchen häufig tatsächlich problematisch. Liegt der Preis ohne nachvollziehbaren Grund deutlich unter dem regionalen Niveau, solltest du vor einer Zusage gründlich recherchieren.
6. Erwäge zunächst eine Mietwohnung
Kennst du die Region noch nicht gut, betrachte eine kurz- oder mittelfristige Miete als Investition in deine Ortskenntnis. Im Alltag erkennst du, ob Nachtleben, Abfallentsorgung und Verkehr zu deinem Lebensstil passen. Erst danach musst du dein Kapital langfristig binden.
7. Die häufigsten Warnzeichen für Betrug
Vorsicht bei Verkäufern, die ohne ausreichende Dokumentenprüfung auf einen schnellen Abschluss drängen. Gleiches gilt für Immobilienangebote mit Dokumentenkopien ohne Originale. Weitere Warnsignale sind Bauträger ohne nachweisbare Genehmigungen sowie Verträge mit missbräuchlichen Klauseln im Kleingedruckten.
Trifft eine dieser Situationen zu, solltest du den Prozess stoppen und zunächst deinen Anwalt konsultieren.
Häufig gestellte Fragen zum Hauskauf in der Dominikanischen Republik
Ja. Seit 1998 dürfen ausländische Privatpersonen und Unternehmen Immobilien im Land zu denselben Bedingungen wie dominikanische Staatsbürger kaufen, verkaufen und besitzen. Du benötigst weder einen vorherigen Wohnsitz noch eine besondere staatliche Genehmigung.
Es ist das offizielle Dokument, das das Eigentum an einer Immobilie in der Dominikanischen Republik nachweist. Ohne ein einwandfreies und korrekt registriertes Certificado de Título fehlt dem Kauf eine solide rechtliche Grundlage. Deshalb ist die Prüfung im Registro de Títulos vor jeder Zahlung der wichtigste Schritt des Kaufprozesses.
Die wichtigste ist die ITBI (Impuesto sobre Transferencias de Bienes Inmuebles). Sie beträgt 3 % des registrierten Immobilienwertes. Gehört die Immobilie zu einem nach dem CONFOTUR-Gesetz zertifizierten Tourismusprojekt, entfällt diese Steuer für bis zu 15 Jahre.
Ja, allerdings gelten strengere Bedingungen als für lokale Einwohner. Dominikanische Banken finanzieren auch Ausländer, verlangen jedoch umfangreichere Unterlagen und bieten teilweise niedrigere Finanzierungsquoten. Du musst ein regelmäßiges Einkommen und eine gute Bonität nachweisen.
Nicht automatisch. Kostet die Immobilie jedoch mindestens €172.414 ($200.000), kannst du ein Investorenvisum beantragen und damit legal im Land leben. Dieses Visum ist vom Immobilienkauf unabhängig. Deshalb musst du es separat mit einem Einwanderungsanwalt beantragen.
Es ist das Tourismusförderungsgesetz der Dominikanischen Republik. Zertifizierte Immobilienprojekte in Tourismusregionen erhalten bis zu 15 Jahre Befreiung von ITBI und IPI. Kaufst du als Ausländer in Punta Cana, Cap Cana oder Las Terrenas, solltest du den aktiven Zertifizierungsstatus prüfen. Dadurch kannst du langfristig erhebliche Steuern sparen.
Zu den häufigsten Risiken gehören Immobilien ohne formellen oder mit strittigem Eigentumstitel sowie Verkäufer ohne rechtmäßiges Eigentum. Hinzu kommen Neubauprojekte von Bauträgern ohne überprüfbare Erfolgsbilanz und Verträge mit unklaren Klauseln. Ein vertrauenswürdiger lokaler Anwalt und die Prüfung aller Unterlagen bei den zuständigen Behörden minimieren diese Risiken.
