So gründest du ein Unternehmen in Irland: Voraussetzungen und Schritte
Profitieren Sie von einem Körperschaftsteuersatz von 12,5 %, wenn Sie Ihr Unternehmen in Irland gründen. Aktuelle Voraussetzungen für 2026, steuerliche Vorteile und Schritte zur Gründung Ihrer GmbH.
Irland braucht keine Vorstellung, wenn es um die Unternehmensbesteuerung geht. Google, Meta, Apple und LinkedIn haben ihren europäischen Hauptsitz in Dublin. Das ist kein Zufall und liegt nicht nur an den Steuern. Es ist die Kombination aus einem stabilen Rechtsrahmen, direktem Zugang zum europäischen Markt, Englisch als Amtssprache und einem unternehmerfreundlichen Ökosystem, die seit Jahrzehnten Talente und Investitionen aus aller Welt anzieht.
Wenn du ein Unternehmen in Irland gründen möchtest, kennst du wahrscheinlich bereits den Körperschaftsteuersatz von 12,5 %. Vielleicht weißt du aber noch nicht genau, wie das System in der Praxis funktioniert. Anders gesagt: Wie viel die Gründung tatsächlich kostet, welche Voraussetzungen du als Ausländer erfüllen musst, welche Steuern neben der Körperschaftsteuer anfallen und wie der Ablauf Schritt für Schritt aussieht. Im Folgenden erklären wir dir all das und noch mehr.
Wie viel kostet es, ein Unternehmen in Irland zu gründen?
Beginnen wir mit dem wichtigsten Punkt: den Kosten. Die gute Nachricht lautet, dass Irland keine hohen Anfangsinvestitionen für die Gründung einer Gesellschaft verlangt. Die Private Limited Company (LTD), die von Ausländern am häufigsten gewählt wird, benötigt ein Mindeststammkapital von nur €1 ($1,16). Es gibt keine hohen Einlagen, keine Kapitalbindung und keine finanziellen Markteintrittsbarrieren.
Folgende Kosten solltest du dennoch einplanen:
- Offizielle Registrierung: Die Eintragung der Gesellschaft beim Companies Registration Office (CRO) kostet etwa €100 ($116), wenn der Antrag in Papierform eingereicht wird. Die Abwicklung erfolgt über das Online-System CORE des CRO.
- Honorare für eine Kanzlei oder Gründungsagentur: Die meisten ausländischen Gründer beauftragen eine irische Kanzlei mit der Abwicklung. Die Gründungskosten über solche Dienstleister liegen bei rund €695 ($806). Die jährlichen Verwaltungskosten der Gesellschaft können je nach Anbieter und Leistungsumfang etwa €900 ($1.044) betragen.
- Geschäftsanschrift: Jedes irische Unternehmen benötigt eine registrierte Adresse in Irland, um amtliche Mitteilungen zu empfangen. Wenn du kein eigenes Büro hast, berechnen Anbieter virtueller Geschäftsadressen in Dublin rund €600 ($696) pro Jahr.
- Company Secretary: Jede LTD in Irland muss einen Company Secretary bestellen. Wenn du diese Aufgabe auslagerst, entstehen zusätzliche Kosten. Frage diese am besten direkt bei der Beauftragung der Kanzlei an.
- Buchhaltung und Jahresabschluss: Alle Unternehmen müssen ihren Jahresabschluss beim CRO einreichen. KMU, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, können von der Abschlussprüfung befreit werden. Dennoch benötigen sie einen Buchhalter für die Erstellung der Finanzberichte. Dieser laufende Kostenpunkt hängt stark vom Geschäftsvolumen ab.
Insgesamt liegen die Gründungskosten einer irischen LTD für einen Ausländer, der lokale Dienstleister nutzt, im ersten Jahr zwischen €1.500 ($1.740) und €2.500 ($2.900). Darin enthalten sind die Registrierung, die Geschäftsanschrift und die ersten Verwaltungsgebühren.
Das ist mehr als in Ländern wie Bulgarien oder Portugal. Dafür profitierst du von internationaler Reputation, Zugang zum europäischen Markt und einem der niedrigsten Körperschaftsteuersätze Europas.
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Welche Unternehmensformen gibt es in Irland?
Irland bietet verschiedene Rechtsformen an. Die richtige Wahl von Anfang an spart Zeit, Geld und spätere Komplikationen. Das sind die wichtigsten Optionen für Ausländer:
1. Private Limited Company (LTD)
Mit Abstand die häufigste Unternehmensform. Eine LTD kann mit nur einem Director geführt werden. Allerdings benötigt sie zusätzlich einen separaten Company Secretary (gibt es nur einen Director, darf diese Person nicht beide Funktionen gleichzeitig übernehmen).
Die Haftung der Gesellschafter beschränkt sich auf das eingebrachte Kapital. Die Satzung muss keinen konkreten Unternehmensgegenstand enthalten. Dadurch bietet diese Rechtsform mehr Flexibilität als andere Gesellschaftsformen. Sie ist die bevorzugte Wahl für KMU, Start-ups, internationale Berater sowie Technologie- und Digitaldienstleistungsunternehmen.
2. Designated Activity Company (DAC)
Eine Variante der Limited Company, deren Tätigkeiten in der Satzung genau festgelegt sind. Sie unterliegt strengeren formalen Anforderungen als eine LTD und wird hauptsächlich genutzt, wenn die regulierte Geschäftstätigkeit dies verlangt, etwa bei Finanzdienstleistungen, gemeinnützigen Organisationen mit beschränkter Haftung oder speziellen Finanzierungsstrukturen.
3. Sole Trader (Einzelunternehmer)
Die einfachste Möglichkeit, in Irland geschäftlich tätig zu werden. Ohne eine eigene juristische Person zu gründen, arbeitet der Unternehmer unter seinem eigenen Namen oder unter einem eingetragenen Handelsnamen. Der Verwaltungsaufwand fällt deutlich geringer aus: keine Jahresabschlüsse beim CRO, kein Company Secretary und keine Gesellschafterversammlung.
Der Nachteil liegt in der unbeschränkten Haftung. Das bedeutet, dass das Privatvermögen des Inhabers für die Verbindlichkeiten des Unternehmens haftet. Diese Option eignet sich für Selbstständige mit geringem Risiko und überschaubarem Geschäftsvolumen.
4. Partnership (Personengesellschaft)
Zwei oder mehr Personen vereinbaren, gemeinsam ein Unternehmen zu führen. Alle Gesellschafter haften gemeinsam für die Verbindlichkeiten. Ein Rechtsanwalt muss den Gesellschaftsvertrag erstellen. Für Ausländer, die sich aus steuerlichen Gründen oder zur internationalen Expansion in Irland niederlassen möchten, ist diese Form eher unüblich.
5. Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens
Wenn du bereits ein Unternehmen außerhalb Irlands gegründet hast und im Land präsent sein möchtest, kannst du eine Zweigniederlassung registrieren. Dabei handelt es sich nicht um eine eigenständige juristische Person. Sie arbeitet vielmehr als Erweiterung des Mutterunternehmens.
Sie muss beim CRO registriert werden und die irischen Steuer- sowie Rechnungslegungsvorschriften einhalten. Erwartet ein ausländisches Unternehmen anfängliche Verluste in Irland, kann eine Zweigniederlassung gegenüber einer Tochtergesellschaft Vorteile bieten. In bestimmten Fällen lassen sich diese Verluste mit Gewinnen im Herkunftsland verrechnen.

Welche Voraussetzungen gelten für die Gründung eines Unternehmens in Irland?
Irland steht ausländischen Investitionen offen. Es gibt keine besonderen Beschränkungen hinsichtlich der Staatsangehörigkeit von Gesellschaftern oder Directors irischer Unternehmen. Dennoch solltest du einige Voraussetzungen genau kennen, bevor du mit der Gründung beginnst.
1. Director mit Wohnsitz im EWR
Diese Voraussetzung überrascht viele ausländische Gründer. Jede irische LTD muss mindestens einen Director mit Wohnsitz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) haben.
Hat keiner der Directors seinen Wohnsitz in der EU oder im EWR, muss das Unternehmen eine Section 137 Bond abschließen. Dabei handelt es sich um eine finanzielle Garantie, die mögliche Verstöße gegen irische Steuer- und Unternehmensvorschriften absichert. Die Kosten variieren je nach Anbieter. Wer außerhalb des EWR tätig ist, sollte diese zusätzliche Ausgabe berücksichtigen.
2. Company Secretary
Jede LTD muss einen Company Secretary bestellen. Für diese Funktion besteht keine Wohnsitzpflicht. Allerdings muss die Person über die erforderlichen Kenntnisse verfügen, um die gesetzlichen Pflichten und Fristen gegenüber dem CRO ordnungsgemäß zu erfüllen. Viele Unternehmen lagern diese Aufgabe an spezialisierte Dienstleister aus.
3. Geschäftsanschrift in Irland
Das Unternehmen benötigt eine eingetragene Adresse in Irland. Das kann ein eigenes Büro, die Anschrift der Kanzlei oder ein virtuelles Büro als Dienstleistung sein. Beachte, dass diese Adresse als offizielle Zustellanschrift für Behörden und rechtliche Mitteilungen dient.
4. Satzung (Constitution)
Bei einer LTD besteht die Satzung aus einem einzigen Dokument, das Memorandum und Articles of Association zusammenfasst. Sie definiert den Unternehmenszweck, die Leitungsstruktur und die Rechte der Gesellschafter.
Das CRO stellt ein Standardmodell bereit, das direkt genutzt werden kann. Gibt es mehrere Gesellschafter, unterschiedliche Anteilsklassen oder Mitarbeiterbeteiligungen, empfiehlt sich jedoch eine individuelle Satzung durch einen Rechtsanwalt.
5. PPS Number für Directors
Die Personal Public Service Number (PPS Number) ist die persönliche Identifikationsnummer in Irland und entspricht der deutschen Sozialversicherungsnummer. Directors, die Dokumente bei irischen Behörden unterzeichnen oder das Unternehmen aktiv im Land führen, benötigen diese Nummer.
Sie wird beim Department of Social Protection beantragt.
6. Eröffnung eines Geschäftskontos
Ein Geschäftskonto ist für die Abwicklung der finanziellen Unternehmensaktivitäten erforderlich. Die Eröffnung eines Bankkontos in Irland kann jedoch bürokratischer sein als erwartet. Die Banken verlangen umfangreiche KYC-Unterlagen (Know Your Customer) zur Geldwäscheprävention für alle Directors und wirtschaftlich Berechtigten.
Einige Banken verlangen außerdem ein persönliches Erscheinen oder ein Gespräch mit dem zuständigen Berater. Alternativen wie Revolut Business oder Wise Business ermöglichen die Kontoeröffnung häufig vollständig online. Prüfe jedoch vorher, ob deine Kunden und Lieferanten diese Lösungen akzeptieren.
7. Visum für Staatsangehörige außerhalb der EU
Bürger der Europäischen Union, darunter auch Deutsche, können sich ohne Visum in Irland niederlassen und dort ein Unternehmen gründen.
Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern, die in Irland leben und ihr Unternehmen selbst führen möchten, benötigen das passende Visum. Am häufigsten nutzen Gründer das Entrepreneur Visa oder das Startup Entrepreneur Programme (STEP), das von Enterprise Ireland für Projekte mit hohem Wachstumspotenzial verwaltet wird.
Welche Steuern fallen bei der Unternehmensgründung in Irland an?
Das irische Steuersystem genießt unter internationalen Unternehmern einen hervorragenden Ruf. Wer jedoch nur den Körperschaftsteuersatz kennt, ohne das übrige System zu verstehen, könnte falsche Erwartungen entwickeln. Hier findest du den vollständigen Überblick. Weitere Informationen erhältst du außerdem in unserem Artikel über Steuern in Irland.
1. Corporation Tax (Körperschaftsteuer)
Für aktive gewerbliche Einkünfte (trading income) gilt ein Steuersatz von 12,5 %. Dieser Satz blieb auch im Haushalt 2026 unverändert und gilt weiterhin unabhängig vom Umsatz für KMU und Start-ups. Passive Einkünfte wie Kapitalerträge, Zinsen oder Dividenden aus ausländischen Quellen werden dagegen mit 25 % besteuert.
Für große multinationale Unternehmensgruppen mit weltweiten Einnahmen von mehr als €750 Millionen ($870 Millionen) schreibt die OECD-Säule Zwei einen effektiven Mindeststeuersatz von 15 % vor. Diese Regel betrifft jedoch weder KMU noch die meisten Einzelgründungen.
2. Startup Relief
Neu gegründete Unternehmen können in den ersten drei Geschäftsjahren eine Befreiung von der Körperschaftsteuer beantragen, sofern ihr jährlicher Gewinn €40.000 ($46.400) nicht übersteigt.
Bei Gewinnen zwischen €40.001 ($46.401,16) und €60.000 ($69.600) gilt eine gleitende Steuervergünstigung. Gerade in der Startphase bietet dieser Vorteil erhebliche finanzielle Entlastung.
3. VAT (Mehrwertsteuer)
Der allgemeine Mehrwertsteuersatz beträgt 23 %. Daneben gelten ermäßigte Sätze: 13,5 % für Bereiche wie Bauleistungen oder bestimmte Energiedienstleistungen sowie 9 % für Hotels, Gastronomie und Friseurdienstleistungen. Letzterer Satz gilt seit Juli 2026.
Die VAT-Registrierung ist verpflichtend, wenn der Jahresumsatz €85.000 ($98.600) beim Warenverkauf oder €42.500 ($49.300) bei Dienstleistungen übersteigt. Unterhalb dieser Schwellen bleibt die Registrierung freiwillig. Sie ermöglicht jedoch den Vorsteuerabzug auf Betriebsausgaben.
4. PRSI (Pay Related Social Insurance)
Dieses System entspricht der Sozialversicherung. Arbeitgeber zahlen 11,25 % des Bruttogehalts jedes Mitarbeiters. Dieser Satz gilt seit Oktober 2025. Weitere Erhöhungen sind für 2026 und die folgenden Jahre vorgesehen.
Arbeitnehmer zahlen 4,35 %, die direkt vom Gehalt einbehalten werden. Auch Directors müssen Beiträge leisten, selbst wenn sie kein Gehalt als Angestellte beziehen.
5. R&D Tax Credit
Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betreiben, erhalten in Irland eine Steuergutschrift von 35 % auf qualifizierte F&E-Ausgaben. Der Satz wurde im Januar 2026 von zuvor 30 % erhöht.
Diese Steuergutschrift ist vollständig erstattungsfähig. Übersteigt sie die Steuerschuld des Unternehmens, erfolgt eine Auszahlung. Das macht sie besonders attraktiv für Technologie-Start-ups und Softwareunternehmen.
6. Knowledge Development Box (KDB)
Einkünfte aus Patenten, urheberrechtlich geschützter Software und anderen qualifizierten geistigen Eigentumsrechten werden im Rahmen dieses Systems mit einem effektiven Steuersatz von 10 % besteuert. Dieses Instrument nutzen viele Technologieunternehmen in Irland für ihre Steuerplanung.
7. Doppelbesteuerungsabkommen
Irland hat mit mehr als 70 Ländern Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen, darunter auch mit Deutschland. Das ist besonders wichtig für Unternehmer, die in mehreren Ländern tätig sind oder dort Kunden betreuen und eine doppelte Besteuerung derselben Einkünfte vermeiden möchten.

Welche Schritte sind für die Gründung eines Unternehmens in Irland erforderlich?
Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und die passende Rechtsform gewählt ist, folgt ein klar strukturierter Ablauf. So funktioniert die Unternehmensgründung in der Praxis.
1. Wähle den Unternehmensnamen und prüfe seine Verfügbarkeit
Der Name muss im irischen Handelsregister einzigartig sein. Seine Verfügbarkeit kannst du direkt auf der Website des CRO (cro.ie) über die Unternehmenssuche prüfen.
Wenn du den Handelsnamen bereits vor der Gründung schützen möchtest, kannst du ihn beim CRO separat registrieren lassen. Die Gebühr beträgt €20 ($23,20). Die Bearbeitung dauert höchstens 20 Tage. Das lohnt sich sowohl für Sole Trader als auch für Gründer einer LTD.
2. Bereite die Satzung vor und bestelle Directors sowie Company Secretary
Für eine Standard-LTD kannst du die vom CRO vorab genehmigte Mustersatzung verwenden. Dadurch wird die Registrierung einfacher und schneller. Benötigst du eine individuelle Satzung, kann sie ein Rechtsanwalt oder eine auf irisches Gesellschaftsrecht spezialisierte Kanzlei erstellen.
In diesem Schritt werden außerdem die Directors benannt, geprüft, ob mindestens einer im EWR wohnt, oder gegebenenfalls eine Section 137 Bond abgeschlossen. Gleichzeitig erfolgt die Bestellung des Company Secretary.
3. Registriere das Unternehmen beim CRO
Alle Unterlagen, das Formular A1 mit den Angaben zu Directors, Gesellschaftern und Geschäftsanschrift, die Satzung sowie die Registrierungsgebühr werden über das CORE-Onlinesystem des CRO eingereicht.
Unter normalen Bedingungen dauert die Genehmigung in der Regel drei bis fünf Werktage. Nach der Eintragung stellt das CRO die Gründungsurkunde aus und vergibt die offizielle Unternehmensnummer.
4. Beantrage die steuerliche Identifikationsnummer
Nach der Gründung muss sich das Unternehmen bei der Revenue (der irischen Steuerbehörde) registrieren, um seine steuerliche Identifikationsnummer zu erhalten. Dieser Schritt erfolgt mit dem Formular TR2 und dauert in der Regel fünf bis sieben Werktage.
Die Revenue verwaltet auch die VAT-Registrierung. Ist diese aufgrund des erwarteten Umsatzes verpflichtend, dauert sie in der Regel weitere zwei bis drei Wochen.
5. Eröffne ein Geschäftskonto
Mit der Gründungsurkunde und der steuerlichen Identifikationsnummer kannst du die Eröffnung des Geschäftskontos beantragen. Halte die Identitäts- und Adressnachweise aller Directors und wirtschaftlich Berechtigten bereit. Irische Banken führen umfassende Prüfungen zur Geldwäscheprävention durch.
Wenn du dich für eine Digitalbank entscheidest, solltest du vorher prüfen, ob deren Leistungen zu deinem Geschäftsmodell passen.
6. Registriere dich für PAYE/PRSI, wenn du Mitarbeiter einstellst oder dir als Director ein Gehalt zahlst
Wenn dein Unternehmen in Irland Gehälter zahlt, entweder an Mitarbeiter oder an dich selbst als Director, musst du dich bei der Revenue für das PAYE/PRSI-System registrieren. Dadurch kannst du Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß einbehalten und abführen.
Außerdem musst du dich im Portal myGovID registrieren, um deine steuerlichen Pflichten online über den Revenue Online Service (ROS) zu verwalten.
7. Erfülle die jährlichen Pflichten
Nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit muss das Unternehmen mehrere wiederkehrende Pflichten erfüllen. Die wichtigste ist die jährliche Erklärung (Formular B1), die fristgerecht beim CRO eingereicht werden muss. Verspätungen führen zu Geldbußen. Wiederholte Verstöße können sogar zur Löschung des Unternehmens aus dem Register führen.
Die Körperschaftsteuererklärung wird neun Monate nach Ende des Geschäftsjahres über das ROS-Portal eingereicht. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an mit einem lokalen Buchhalter oder einer Kanzlei zusammenzuarbeiten.
Wie erhältst du Internet für eine Geschäftsreise nach Irland?
Irland gehört zwar nicht zum Schengen-Raum, ist aber Mitglied der Europäischen Union. Das bedeutet, dass deutsche Staatsbürger frei einreisen können, obwohl das Land eigene Grenzkontrollen durchführt. Für eine Geschäftsreise nach Dublin benötigst du dieselbe Konnektivität wie überall: Videokonferenzen, Zugriff auf Cloud-Dokumente und die Abstimmung mit deiner lokalen Kanzlei.
Mit den monatlichen Tarifen von Holafly erhältst du unbegrenzte Daten oder 25 GB, die du in mehr als 160 Ländern nutzen kannst. Du verwaltest das Abonnement bequem über die App. Es gibt weder Verträge noch Mindestlaufzeiten. Wenn du deinen Tarif kündigen möchtest, kannst du das jederzeit ohne Vertragsstrafe tun. Außerdem sparst du dir die Suche nach einer lokalen SIM-Karte direkt nach der Ankunft am Flughafen.
Endet dein Tarif, bietet dir Always On automatisch jeden Monat 1 GB Datenvolumen in mehr als 70 Ländern, darunter auch Irland. Dafür entstehen keine zusätzlichen Kosten. Der Dienst aktiviert sich automatisch und unbemerkt, ohne dass du etwas tun musst. Gerade dann, wenn du wenig Zeit hast und dringend online bleiben musst, wirst du diese Funktion zu schätzen wissen.
Was ist, wenn du nur für wenige Tage nach Irland reist, um Formalitäten für dein künftiges Unternehmen zu erledigen? Dann ist die Holafly eSIM für Irland die beste Wahl. Sie bietet dir unbegrenztes Datenvolumen genau für die Anzahl der Tage, die du buchst.
Häufig gestellte Fragen zur Unternehmensgründung in Irland
Ja, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung. Eine LTD kann nur einen Director haben. Dieser muss jedoch im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wohnen. Ist das nicht der Fall, muss das Unternehmen eine Section 137 Bond als Garantie abschließen. Gibt es nur einen Director, darf diese Person außerdem nicht gleichzeitig als Company Secretary tätig sein. Beide Funktionen müssen von unterschiedlichen Personen übernommen werden.
Das CRO benötigt nach Einreichung aller Unterlagen in der Regel drei bis fünf Werktage. Die steuerliche Registrierung bei der Revenue dauert weitere fünf bis sieben Werktage. Falls zusätzlich eine VAT-Registrierung erforderlich ist, kommen zwei bis drei Wochen hinzu. Sind alle Unterlagen vollständig, lässt sich der gesamte Prozess meist innerhalb eines Monats abschließen.
Nicht unbedingt. Die Registrierung beim CRO lässt sich online über das CORE-System oder über eine lokale Kanzlei durchführen. Einige irische Banken verlangen jedoch für die Eröffnung eines Geschäftskontos ein persönliches Erscheinen. Nutzt du eine Digitalbank, kannst du den gesamten Vorgang häufig ohne Reise abschließen.
Nein. Der Satz von 12,5 % gilt nur für aktive gewerbliche Einkünfte (trading income), also für Einnahmen aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit. Passive Einkünfte wie Kapitalerträge, Zinsen oder Dividenden aus ausländischen Quellen werden mit 25 % besteuert. Deshalb solltest du deine Einkünfte von Anfang an korrekt einordnen.
Nein. Als Bürger der Europäischen Union können Deutsche ohne Visum oder besondere Genehmigungen in Irland ein Unternehmen gründen. Wenn sie das Unternehmen aktiv im Land führen, benötigen sie jedoch eine PPS Number. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten müssen sie sich außerdem als Einwohner registrieren.
Startup Relief ist eine Befreiung von der Körperschaftsteuer für neu gegründete Unternehmen während der ersten drei Geschäftsjahre. Voraussetzung ist, dass der Jahresgewinn €40.000 ($46.400) nicht übersteigt. Bei Gewinnen zwischen €40.000 ($46.400) und €60.000 ($69.600) gilt eine gleitende Steuervergünstigung. Gerade in der Anfangsphase kann dieser Vorteil die Steuerlast deutlich senken oder vollständig beseitigen.
Ja. Irland und Deutschland haben ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Es legt fest, welches Land bestimmte Einkünfte besteuern darf, und verhindert eine doppelte Besteuerung derselben Gewinne. Für Unternehmer mit Kunden oder Geschäftstätigkeiten in beiden Ländern spielt dieses Abkommen eine wichtige Rolle bei der Steuerplanung.
