So gründest du ein Unternehmen in Dubai: Voraussetzungen und Schritte
Erfahre, wie der gesamte Ablauf zur Gründung eines Unternehmens in Dubai im Jahr 2026 aussieht. In diesem Leitfaden findest du alle detaillierten Informationen.
Dubai gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten im Nahen Osten. Sowohl erfahrene Unternehmer als auch internationale Gründer möchten dort ihr erstes Unternehmen gründen.
Das liegt an der modernen Infrastruktur, der strategischen Lage zwischen drei Kontinenten und der wettbewerbsfähigen Steuerpolitik. Dadurch erhalten Unternehmen leichter Zugang zu globalen Märkten und profitieren von weniger bürokratischen Hürden als in vielen anderen Ländern.
Damit du den Gründungsprozess besser verstehst, zeigen wir dir in diesem Artikel die wichtigsten Aspekte. Dazu gehören die tatsächlichen Kosten im Jahr 2026, die wichtigsten Rechtsformen sowie die genauen Schritte, mit denen dein Unternehmen vom ersten Tag an erfolgreich startet.
Lies bis zum Ende und lerne alle Voraussetzungen kennen, die Dubai von Unternehmern verlangt. Los geht’s!
1. Was kostet die Gründung eines Unternehmens in Dubai?
Die Kosten für eine Unternehmensgründung in Dubai hängen direkt von der gewählten Gerichtsbarkeit und der Art der Lizenz ab. Für das Jahr 2026 lassen sich die Kosten in zwei Hauptgruppen einteilen:
- Freihandelszonen (Free Zones): Sie bieten die günstigste Option für internationale Unternehmen. Ein Basispaket für Freiberufler oder Berater kostet etwa €2.931 ($3.400) bis €5.862 ($6.800). Darin sind meist die Jahreslizenz und ein Shared Desk enthalten. In den meisten Fällen ist kein eingezahltes Mindestkapital erforderlich. Allerdings musst du ein nominelles Stammkapital angeben, meist ab 10.000 AED, also rund €2.347 ($2.722).
- Mainland (Festland): Diese Option eignet sich für Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen direkt auf dem lokalen Markt in Dubai verkaufen möchten. Die Kosten liegen höher und beginnen bei 30.000 AED bis 50.000 AED. Das entspricht etwa €7.041 ($8.168) bis €11.736 ($13.614). Enthalten sind kommunale Gebühren, die Registrierung beim Department of Economy and Tourism sowie ein verpflichtender Mietvertrag für Büroräume.
Hinzu kommen weitere Ausgaben, etwa ein Aufenthaltsvisum für rund €1.164 ($1.350) pro Person, die obligatorische Krankenversicherung sowie Verwaltungskosten von etwa €1.414 ($1.640) pro Jahr, falls du einen spezialisierten Berater mit den Formalitäten beauftragst.

2. Welche Unternehmensformen kannst du in Dubai gründen?
Die Wahl der Rechtsform bestimmt deine Geschäftsmöglichkeiten im Land und legt fest, unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen dein Unternehmen in Dubai tätig ist. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Unternehmensformen vor.
Limited Liability Company (LLC)
Diese Standardgesellschaft gehört zum Mainland, also zum Gebiet außerhalb der Freihandelszonen. Sie eignet sich für gewerbliche und industrielle Tätigkeiten. Seit 2021 erlauben die meisten Geschäftsbereiche eine 100-prozentige ausländische Eigentümerschaft. Deshalb benötigst du keinen emiratischen Geschäftspartner mehr.
Sole Establishment (Einzelunternehmen)
Diese Rechtsform eignet sich besonders für Berater, Designer oder Rechtsanwälte. Dabei behält der ausländische Unternehmer die vollständige Kontrolle, haftet jedoch unbeschränkt für sämtliche Unternehmensschulden.
Free Zone Company (FZ-LLC oder FZE)
Diese Rechtsform umfasst zwei Varianten: die Free Zone Establishment (FZE) mit nur einem Gesellschafter, unabhängig davon, ob es sich um eine natürliche oder juristische Person handelt, sowie die Free Zone Limited Liability Company (FZ-LLC) mit zwei oder mehr Gesellschaftern.
In beiden Fällen ist die Haftung beschränkt. Dadurch bleibt dein Privatvermögen geschützt, falls das Unternehmen Schulden hat.
Diese Unternehmen arbeiten innerhalb klar abgegrenzter Gebiete wie dem Dubai International Financial Centre (DIFC) oder der International Free Zone Authority (IFZA). Sie profitieren von der vollständigen Kapitalrückführung und Zollbefreiungen. Allerdings dürfen sie Waren auf dem Festland nicht ohne einen lokalen Vertreter direkt vertreiben.
Zweigniederlassung (Branch)
Sie ermöglicht einem ausländischen Unternehmen, eine Niederlassung seiner Muttergesellschaft in Dubai zu eröffnen. Die Muttergesellschaft trägt weiterhin die vollständige rechtliche Verantwortung.
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3. Voraussetzungen für die Gründung eines Unternehmens in Dubai
Die Unternehmensgründung in Dubai verläuft unkompliziert. Dennoch musst du die folgenden Voraussetzungen genau erfüllen, damit du dein Unternehmen ohne Probleme führen kannst:
- Auswahl der Geschäftstätigkeit: Du musst die gewünschte Tätigkeit aus dem offiziellen Katalog der Behörden auswählen. Deine Lizenz gilt ausschließlich für diese Tätigkeiten.
- Firmenname: Er muss eindeutig sein und darf nicht gegen die Vorschriften der öffentlichen Moral verstoßen. Ausländische Firmennamen verursachen häufig eine zusätzliche Gebühr von etwa 2.000 AED (€474 ($550) ungefähr).
- Geschäftsadresse oder virtuelle Adresse: Im Mainland benötigst du zwingend ein physisches Büro. In den Free Zones reichen virtuelle Büros oder Coworking-Spaces aus. Dort erhältst du meist auch einen Postempfang.
- Emirates ID und Visum: Ein Investorenvisum erleichtert zahlreiche Verwaltungsverfahren, etwa die Eröffnung eines lokalen Bankkontos. Gleichzeitig erhältst du damit deine Emirates ID.
- Wirtschaftlich Berechtigter (UBO): Du musst offenlegen, welche natürlichen Personen das Unternehmen besitzen oder kontrollieren.
4. Welche Steuern zahlst du bei einer Unternehmensgründung in Dubai?
Das Steuersystem in Dubai zählt weiterhin zu den attraktivsten der Region, denn Unternehmen profitieren von einer niedrigen Steuerbelastung. Trotzdem solltest du die wichtigsten Steuerregeln für das Jahr 2026 kennen:
- Körperschaftsteuer: Auf Nettogewinne über 375.000 AED (€87.931 ($102.000) ungefähr) fällt ein Steuersatz von 9 % an. Kleine Unternehmen profitieren jedoch von einer Steuererleichterung. Beträgt der Bruttoumsatz weniger als 3.000.000 AED (€706.897 ($820.000) ungefähr), gilt bis Ende 2026 ein Steuersatz von 0 %.
- Mehrwertsteuer: Der allgemeine Steuersatz beträgt 5 %. Eine Registrierung ist verpflichtend, wenn der Jahresumsatz 375.000 AED (€87.931 ($102.000)) übersteigt.
- Quellensteuer und Dividenden: Die Vereinigten Arabischen Emirate erheben derzeit keine Quellensteuer auf Dividenden oder Zinsen, die an nicht ansässige Personen gezahlt werden. Dadurch lassen sich Gewinne einfacher ins Ausland überweisen.
5. Schritt für Schritt ein Unternehmen in Dubai gründen
Im Folgenden zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du dein Unternehmen in Dubai legal gründest und alle Vorteile des Landes nutzt.
1. Gerichtsbarkeit und Geschäftstätigkeit festlegen
Zunächst entscheidest du, ob eine Free Zone besser zu deinem Unternehmen passt oder das Mainland die richtige Wahl ist. Free Zones eignen sich besonders für internationale Dienstleistungen und Technologie. Das Mainland empfiehlt sich für Einzelhandel oder lokale Dienstleistungen. Diese Entscheidung beeinflusst den gesamten weiteren Ablauf.
2. Firmenname reservieren und erste Genehmigung erhalten
Du beantragst den Firmennamen bei der zuständigen Behörde. Nach der Genehmigung erhältst du eine vorläufige Zulassung. Damit kannst du die nächsten rechtlichen Schritte einleiten.
3. MOA erstellen und Unternehmen gründen
Nun erstellst du das Memorandum of Association (MOA) beziehungsweise die Satzung. Im Mainland unterschreibst du dieses Dokument vor einem Notar. In vielen Free Zones erledigst du diesen Schritt vollständig digital.
4. Gewerbelizenz erhalten und steuerlich registrieren
Nach Zahlung der entsprechenden Gebühren stellt die Regierung die Gewerbelizenz aus. Anschließend registrierst du dich verpflichtend bei der Federal Tax Authority (FTA) für die Körperschaftsteuer, um Sanktionen zu vermeiden.
5. Aufenthaltserlaubnis und Bankkonto beantragen
Mit der Gewerbelizenz beantragst du deine Einreisegenehmigung, absolvierst die medizinischen Untersuchungen und erhältst deine Emirates ID. Danach eröffnest du das Firmenkonto, das du für deine geschäftlichen Transaktionen benötigst.

6. Wie bleibst du während deiner Geschäftsreisen nach Dubai mit dem Internet verbunden?
Damit die Gründung deines Unternehmens in Dubai reibungslos verläuft, benötigst du während jedes Schritts eine stabile und zuverlässige Internetverbindung.
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Außerdem wählst du zwischen unbegrenztem Datenvolumen und 25 GB. Beide Tarife erlauben das Teilen der Verbindung mit Laptop oder Tablet. So vermeidest du unsichere öffentliche WLAN-Netzwerke.
Dank der Funktion Always On bleibst du außerdem in mehr als 70 Ländern verbunden und erhalten jeden Monat kostenlos 1 GB. So wechselst du problemlos zwischen Dubai und anderen wichtigen Geschäftszielen, ohne den Kontakt zu deinem Unternehmen zu verlieren.
7. Häufig gestellte Fragen zur Unternehmensgründung in Dubai
Auch wenn dein Unternehmen keine Einnahmen erzielt, musst du die Gewerbelizenz jedes Jahr verlängern und die erforderlichen Steuererklärungen einreichen, damit dein Unternehmen rechtskonform bleibt.
Die Unternehmensgründung und der Erhalt der Gewerbelizenz lassen sich online erledigen. Für die Emirates ID und die Eröffnung des Bankkontos ist jedoch meist ein persönlicher Termin für biometrische Daten und Unterschriften erforderlich.
In einer Free Zone wie der IFZA oder Meydan kann die Gewerbelizenz bereits nach etwa einer Woche vorliegen. Der gesamte Prozess einschließlich Visum und Bankkonto dauert meist vier bis sechs Wochen.
Nein. Für die meisten Geschäftstätigkeiten benötigst du keinen emiratischen Partner. Nach der aktuellen Gesetzgebung ist sowohl in Free Zones als auch im Mainland eine hundertprozentige ausländische Eigentümerschaft möglich.
Ja, das ist möglich. Wenn du jedoch ein mit deinem Unternehmen verbundenes Aufenthaltsvisum besitzt, darfst du dich nicht länger als 180 aufeinanderfolgende Tage außerhalb der VAE aufhalten. Andernfalls kann das Visum seine Gültigkeit verlieren.
