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Essen in Island: Von Vulkanbrot bis Lammfleisch – Die Kulinarik der Feuer- und Eisinsel 2026

Von Lammsuppe und Fischeintopf über im Erdboden gebackenes Vulkanbrot bis zum berühmten Hot Dog. Unser Guide zeigt dir die bekanntesten Spezialitäten des Landes, gibt Einblicke in Preise und verrät nützliche Spartipps für deine Reise.

Veröffentlicht: 15. September 2026

Fisch, Lamm, Skyr und Roggenbrot gehören fest zur isländischen Küche. Viele traditionelle Gerichte entstanden durch das raue Klima und die langen Winter. Gemüse und Getreideanbau waren auf der Insel lange nur eingeschränkt möglich. Fisch und Fleisch mussten deshalb so verarbeitet werden, dass die Lebensmittel lange haltbar blieben.

Heute ist das Essen in Island deutlich vielseitiger. Neben alten Rezepten findest du moderne Restaurants, gemütliche Cafés und kreative Gerichte mit regionalen Zutaten. Du musst dabei nicht gleich fermentierten Hai oder Papageientaucher probieren. Auch Lammsuppe, Hot Dogs und süßliches Vulkanbrot zeigen dir, was isländisches Essen ausmacht.

Dieser Guide gibt dir einen Überblick über bekannte Spezialitäten, typische Getränke, Preise und praktische Tipps für deine Reise.

Die Klassiker der isländischen Küche

Isländischer Plokkfiskur mit Kartoffeln

Die traditionelle Landesküche ist einfach, sättigend und eng mit der Natur verbunden. Auf dem Speiseplan standen lange vor allem Zutaten, die im Land verfügbar waren oder sich gut lagern ließen. Die folgenden Gerichte geben dir einen guten ersten Einblick in die isländische Esskultur.

Kjötsúpa – die traditionelle Lammsuppe

Nach einem windigen Tag zwischen Wasserfällen und Lavafeldern kommt eine heiße Kjötsúpa gerade richtig. Die Suppe besteht aus langsam gegartem Lamm, Kartoffeln, Möhren, Steckrüben oder Kohl. Hinzu kommen milde Kräuter und Gewürze. Die genaue Zubereitung unterscheidet sich je nach Region und Familienrezept.

Lammfleisch spielt in der isländischen Küche seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Viele Schafe verbringen den Sommer frei auf weitläufigen Weiden und ernähren sich von Gräsern und Kräutern. Das Fleisch wird gebraten, gegrillt oder in Suppen serviert.

Kjötsúpa findest du in Restaurants, bei Festen und manchmal sogar an Tankstellen. Die kräftige Suppe ist ideal, wenn du dich an einem kalten Tag aufwärmen möchtest. Sie steht wie kaum eine andere Speise für die bodenständige Küche des Landes.

Da das Wetter selbst im Sommer schnell umschlagen kann, hilft dir eine gut geplante Packliste für Island, dich auf Wind, Regen und spontane Ausflüge vorzubereiten.

Plokkfiskur – Fischeintopf für kalte Tage

Plokkfiskur ist ein einfaches, aber sättigendes Gericht aus gekochtem Fisch, Kartoffeln und Zwiebeln. Meist werden Kabeljau oder Schellfisch verwendet. Eine helle Sauce aus Milch und Mehlschwitze verbindet die Zutaten miteinander.

Ursprünglich war Plokkfiskur eine praktische Möglichkeit, Fischreste zu verwerten. Was früher teilweise als Arme-Leute-Essen galt, steht heute in vielen isländischen Restaurants auf der Karte.

Dazu werden häufig dunkles Roggenbrot und Butter serviert. Die leichte Süße des Brotes passt gut zum salzigen Geschmack des Fisches. Einige Köche überbacken ihre Variante mit Käse, andere bleiben bei der traditionellen Zubereitung. Neben Kabeljau spielen auch Lachs und Hering eine Rolle. Du findest sie geräuchert, eingelegt oder als Teil verschiedener Speisen.

Pylsur – der bekannte isländische Hot Dog

Der isländische Hot Dog (Pylsa) gilt als bekanntestes Streetfood des Landes und beinahe als inoffizielles Nationalgericht. Er ist vergleichsweise günstig und eignet sich gut als schneller Snack zwischen zwei Highlights. Die Würstchen bestehen normalerweise aus einer Mischung aus Lamm-, Schweine- und Rindfleisch.

Besonders bekannt ist der Stand Bæjarins Beztu Pylsur in Reykjavík, der seit 1937 Einheimische und Reisende anzieht. Bestellst du „eina með öllu“, bekommst du deinen Hot Dog „mit allem“: rohen und knusprigen Zwiebeln, Ketchup, süßem braunem Senf und Remoulade.

Dabei treffen verschiedene Geschmacksrichtungen aufeinander: würziges Fleisch, süßer Senf, cremige Sauce und knusprige Zwiebeln. Pylsur findest du auch an Tankstellen und Imbissen in anderen Teilen des Landes. Für einen Roadtrip sind sie eine schnelle und günstige Mahlzeit.

Geothermie und traditionelle Zubereitung

Frisches Brot im Bäckereiregal

Auf Island beeinflusst die Natur nicht nur den Speiseplan. Sie bestimmt teilweise auch die Art, wie Lebensmittel zubereitet werden. Das bekannteste Beispiel ist Brot, das mithilfe von Erdwärme langsam im heißen Boden gart.

Rúgbrauð – Roggenbrot aus dem heißen Boden

Rúgbrauð ist ein dunkles Roggenbrot mit weicher Konsistenz und malzig-süßem Geschmack. In geothermisch aktiven Orten wird der Teig traditionell in einen verschlossenen Topf gefüllt und nahe einer heißen Quelle im Boden vergraben.

Bei Laugarvatn Fontana am Golden Circle bleibt der Topf etwa 24 Stunden im schwarzen Sand. Die Hitze stammt aus geothermischer Energie und nicht direkt aus einem Vulkan. Trotzdem kennen viele Reisende die Spezialität unter dem Namen „Vulkanbrot“.

Am besten schmeckt Rúgbrauð noch warm und mit Butter. Geräucherte Forelle oder Lachs passen ebenfalls dazu. Bei einer geführten Tour kannst du zusehen, wie das Brot aus dem Boden geholt wird, und es anschließend probieren. Die Zubereitung gehört zu den besonderen kulinarischen Erlebnissen am Golden Circle.

Da viele dieser besonderen Orte außerhalb der größeren Städte liegen, solltest du dich vor deiner Reise über das Roaming in Island informieren. So kannst du unterwegs nach Bäckereien suchen, Touren buchen und dich zuverlässig zum nächsten kulinarischen Stopp navigieren lassen.

Hákarl und andere ungewöhnliche Spezialitäten

Frisches Fleisch beim Metzger

Einige isländische Gerichte wirken auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig und gehören heute nur noch selten zum Alltag. Dennoch erzählen sie viel über die Geschichte des Landes.

Hákarl und Brennivín

Hákarl wird aus dem Fleisch des Grönlandhais hergestellt. Es wird fermentiert und anschließend mehrere Monate getrocknet. Dadurch entsteht der starke, ammoniakartige Geruch, für den diese Spezialität bekannt ist.

Serviert wird Hákarl in kleinen Würfeln. Es handelt sich eher um eine Kostprobe als um eine vollständige Mahlzeit. Dazu wird häufig Brennivín getrunken. Der klare isländische Aquavit ist vor allem mit Kümmel aromatisiert und trägt den Spitznamen „Black Death“.

Wenn du Hákarl probieren möchtest, eignet sich dafür ein seriöses Restaurant oder eine Food-Tour. Ob der Geschmack deinen Gaumen überzeugt, ist eine andere Frage. Interessant ist das Gericht dennoch, denn es zeigt, wie wichtig das Haltbarmachen von Lebensmitteln früher für das Überleben im Winter war.

Papageientaucher und Pferdefleisch

Auf einigen Speisekarten findest du weitere Fleischsorten, die Reisende überraschen können. Dazu gehören Pferdefleisch und Papageientaucher. Beide stehen jedoch nicht regelmäßig bei allen Isländern auf dem Tisch.

Vor allem der Verzehr von Papageientauchern wird kritisch gesehen, da ihre Bestände in Island stark zurückgegangen sind. Wenn dir Natur- und Artenschutz wichtig sind, kannst du darauf verzichten und stattdessen Lamm, Fisch oder eine vegetarische Variante wählen. Du musst schließlich nicht alles probieren, nur weil es ungewöhnlich klingt.

Skyr, Kleinur und isländische Getränke

Isländischer Skyr mit Heidelbeeren

Die isländische Küche besteht nicht nur aus kräftigen Gerichten. In Bäckereien, Supermärkten und Cafés findest du auch viele milde und süße Köstlichkeiten.

Skyr und Kleinur

Skyr sieht aus wie fester Joghurt, wird aufgrund seiner Herstellung jedoch eher dem Frischkäse zugeordnet. Naturbelassener Skyr ist fettarm und enthält viel Protein. Viele Isländer essen ihn mit Beeren, Müsli oder etwas Sahne.

In Supermärkten gibt es Skyr außerdem in zahlreichen Geschmacksrichtungen. Für Reisende ist er ein praktischer Snack: Er ist relativ günstig, sättigt gut und ist fast überall erhältlich.

Zum Kaffee passt Kleina, in der Mehrzahl Kleinur. Das gedrehte, frittierte Gebäck erinnert ein wenig an einen festen Donut. Kardamom oder Muskat sorgen je nach Rezept für ein warmes Aroma. Besonders gut schmecken Kleinur frisch aus einer lokalen Bäckerei oder einem kleinen Café.

Leitungswasser und Craft Beer

Eine wiederverwendbare Trinkflasche lohnt sich in Island. Das kalte Leitungswasser stammt vielerorts aus Quellen und ist sicher trinkbar. Lass den Hahn kurz kalt laufen, bevor du deine Flasche auffüllst. Warmes Wasser kann aufgrund seines geothermischen Ursprungs leicht nach Schwefel riechen. In vielen Restaurants erhältst du Leitungswasser kostenlos.

Auch die isländische Craft-Beer-Szene ist einen Blick wert. Kleine Brauereien und Taprooms findest du an verschiedenen Orten der Insel. Entlang oder nahe der Ringstraße kannst du beispielsweise in Hveragerði, Vík und im Norden lokale Biere entdecken. Wenn du selbst fährst, solltest du die Verkostung erst nach dem Einchecken einplanen oder einen Fahrer bestimmen.

Damit du unterwegs Taprooms, Restaurants und weitere kulinarische Stopps findest, kannst du dir bereits vor der Abreise im Holafly eSIM-Shop einen passenden Datentarif auswählen.

Praktische Tipps zum Essen in Island

Gutes Essen findest du auf deiner Reise problemlos. Restaurantbesuche können das Budget jedoch schnell belasten.

Trinkgeld: Trinkgeld wird nicht erwartet. Service und Steuern sind bereits im Preis enthalten. Bei besonders gutem Service kannst du freiwillig aufrunden.

Essenszeiten: Viele Cafés öffnen morgens. Das Mittagessen beginnt meist gegen 11:30 oder 12 Uhr, zum Abendessen werden Restaurants ab etwa 18 Uhr voller. Außerhalb Reykjavíks schließen manche Küchen früh. Informiere dich daher über die Öffnungszeiten und reserviere in der Hauptsaison rechtzeitig.

Möchtest du unterwegs Restaurants finden, Öffnungszeiten prüfen oder einen Tisch reservieren, solltest du dich vorab über die verschiedenen Möglichkeiten für eine SIM-Karte in Island informieren.

Preise: Für ein Hauptgericht in einem einfachen oder mittelpreisigen Restaurant solltest du grob mit 3.000 bis 7.000 ISK rechnen. Streetfood, Suppen und kleinere Gerichte können günstiger sein. Ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen in einem Mittelklasse-Restaurant kostet häufig zwischen 10.000 und 30.000 ISK. Getränke kommen meist noch hinzu. Lage, Saison und Art des Restaurants beeinflussen die Preise deutlich.

Spartipp: Wechsle Restaurantbesuche mit Hot Dogs, Suppen, Bäckereien und Einkäufen in Supermärkten ab. So bleibt im Reisebudget genug Platz, um besondere Gerichte zu probieren.

Vom Golden Circle zur Ringstraße – vernetzt durch Islands Food-Szene

Die besten kulinarischen Entdeckungen warten in Island oft abseits der bekannten Orte: ein kleiner Fischstand am Fjord, eine Bäckerei mit frischem Rúgbrauð oder ein unscheinbares Tankstellenrestaurant mit heißer Kjötsúpa. Mit der Holafly eSIM für Island bleibst du während deiner Entdeckertour flexibel verbunden.

Mit unbegrenztem Datenvolumen und zuverlässiger Netzabdeckung kannst du zu abgelegenen Fischständen navigieren, nach lokalen Restaurants suchen oder prüfen, ob die nächste Bäckerei noch geöffnet hat. Und wenn beim Abendessen plötzlich Nordlichter am Himmel erscheinen, teilst du deine Fotos direkt mit Familie und Freunden.

Die eSIM lässt sich vor der Reise per QR-Code installieren. Nach der Ankunft aktivierst du lediglich den Datentarif und das Datenroaming. Solltest du Unterstützung benötigen, ist der Kundenservice rund um die Uhr erreichbar. Lade für abgelegene Regionen trotzdem wichtige Karten offline herunter – so bist du auch bei schwächerem Empfang vorbereitet.

Fazit: Island über seine Küche kennenlernen

Die isländische Küche ist vielseitiger, als viele vor dem Urlaub erwarten. Süßes Roggenbrot trifft auf geräucherten Fisch, Skyr auf frittiertes Gebäck und traditionelle Lammgerichte auf moderne Ideen.

Viele Spezialitäten entstanden aus dem rauen Klima und der Notwendigkeit, Lebensmittel lange haltbar zu machen. Heute werden diese Traditionen bewahrt und teilweise neu interpretiert.

Wenn du das Essen in Island entdecken möchtest, musst du dich nicht auf ungewöhnliche Speisen wie Hákarl konzentrieren. Probiere eine heiße Kjötsúpa, frisches Rúgbrauð, einen isländischen Hot Dog und Skyr aus dem Supermarkt. So lernst du das Land von einer weiteren Seite kennen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Islands Nationalgericht?

Ein offiziell festgelegtes Nationalgericht gibt es nicht. Kjötsúpa gehört zu den bekanntesten traditionellen Gerichten. Hákarl steht für alte Konservierungsmethoden, während Pylsur häufig als inoffizielles Nationalgericht bezeichnet werden.

Was essen Isländer zum Frühstück?

Typisch sind Skyr mit Beeren oder Müsli, Haferbrei sowie Brot mit Käse oder Aufschnitt. Dazu trinken viele Menschen Kaffee. Hotels bieten häufig ein internationales Frühstück mit Eiern, Fisch, Brot und Gebäck an.

Wie viel kostet ein Essen in Island?

Für ein Hauptgericht in einem günstigeren Restaurant solltest du etwa 3.000 bis 7.000 ISK einplanen. Hot Dogs, Suppen und Snacks aus Bäckereien sind meist preiswerter. Ein mehrgängiges Abendessen kostet deutlich mehr.

Welche Spezialitäten sollte man in Island probieren?

Zu den bekanntesten Spezialitäten gehören Kjötsúpa, Plokkfiskur, Pylsur, Rúgbrauð, Skyr und Kleinur. Wenn du neugierig auf ungewöhnliche Gerichte bist, kannst du außerdem Hákarl probieren.

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<p data-local-id="5bb716edfd12" data-prosemirror-content-type="node" data-prosemirror-node-name="paragraph" data-prosemirror-node-block="true" data-pm-slice="1 1 []">Ich bin Kennetha und arbeite schon seit einigen Jahren als selbständige Übersetzerin und Content Writerin. Ich liebe es zu reisen, neue Länder und Lebensweisen kennenzulernen, und genau diese Leidenschaft fließt auch in meine Arbeit ein. Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich die Möglichkeit, mich immer wieder in unterschiedlichste Themenbereiche einzuarbeiten. Ich darf meine Neugierde und mein Interesse an fremden Kulturen miteinander verbinden und so Texte gestalten, die sowohl informativ als auch lebendig sind.</p>

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