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So gründst du ein Unternehmen in den USA: Voraussetzungen und Schritte

Möchtest du dein Unternehmen in den USA gründen, weißt aber noch nicht, wie das geht? In diesem Leitfaden erfährst du Schritt für Schritt alles, was du tun musst.

belengrima

Aktualisiert: 4. August 2026

Ein Unternehmen in den Vereinigten Staaten zu gründen, ist der Traum vieler Unternehmer und Geschäftsleute weltweit. Das Land bietet ein sicheres und unternehmensfreundliches Geschäftsumfeld, besonders für alle, die gerade erst in die Geschäftswelt einsteigen.

Außerdem gilt das Land als weltweit anerkanntes Handelszentrum. Deshalb verschafft dir eine etablierte Marke dort einen klaren Vorteil, wenn du schneller internationale Märkte erschließen möchtest.

Dennoch umfasst die Unternehmensgründung mehrere Schritte und Registrierungen. Du musst sie sorgfältig durchführen, damit sich die Verfahren beschleunigen und alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind.

Deshalb haben wir diesen Leitfaden erstellt. Er erklärt dir alle Voraussetzungen, die Gründungskosten, die Rechtsformen, die Steuern sowie den detaillierten Ablauf der Unternehmensregistrierung. Los geht’s!

Hier erfährst du alle Voraussetzungen, die die Vereinigten Staaten für die Gründung eines Unternehmens verlangen.
Hier erfährst du alle Voraussetzungen, für die Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten. Quelle: Shutterstock.com.

1. Wie viel kostet es, ein Unternehmen in den Vereinigten Staaten zu gründen?

Die Kosten für die Gründung einer juristischen Person in den Vereinigten Staaten hängen stark vom Bundesstaat ab. Außerdem spielt es eine Rolle, ob du alles selbst erledigst oder professionelle Unterstützung nutzt.

Im Jahr 2026 gibt es kein bundesweit vorgeschriebenes Mindeststammkapital. In den meisten Bundesstaaten kannst du sogar mit einem symbolischen Kapital von $1 (€0,86) gründen. Diesen Betrag musst du nicht hinterlegen.

Die staatlichen Registrierungsgebühren, auch Filing Fees genannt, liegen zwischen $50 und 500 (€43-431). Besonders Delaware und Wyoming gelten als beliebte Standorte, da sie mit wettbewerbsfähigen Gebühren in- und ausländische Investitionen fördern.

Hinzu kommen die Gebühren für einen Registered Agent. Diese gesetzlich vorgeschriebene Dienstleistung kostet meist zwischen $100 und 300 (€86-259) pro Jahr. Beauftragst du zusätzlich Anwälte oder spezialisierte Plattformen, entstehen weitere Kosten von $500 bis 2.500 (€431-2.155).

Weitere Ausgaben betreffen die Beantragung der Steueridentifikationsnummer (EIN). Beim Internal Revenue Service (IRS) ist sie kostenlos. Beauftragst du einen Dienstleister, fallen jedoch Bearbeitungsgebühren an. Auch ein Geschäftskonto kann eine je nach Bank unterschiedliche Mindesteinlage verlangen.

2. Welche Unternehmensformen kann man in den Vereinigten Staaten gründen?

Für ausländische Gründer ist die Wahl der Rechtsform besonders wichtig. Sie bestimmt sowohl die rechtliche Haftung als auch die künftige steuerliche Behandlung. Im Folgenden zeigen wir dir die verschiedenen Strukturen, die je nach Unternehmen infrage kommen.

  1. Limited Liability Company (LLC): Sie eignet sich besonders für Freelancer und kleine internationale Unternehmen. Diese Rechtsform verbindet den Schutz des Privatvermögens mit der steuerlichen Flexibilität einer Personengesellschaft. Dabei können Gewinne direkt an die Gesellschafter fließen, ohne dass auf Unternehmensebene Steuern anfallen. Das ist besonders vorteilhaft, wenn das Unternehmen keine physische Präsenz in den Vereinigten Staaten hat.
  2. C-Corporation: Diese Struktur eignet sich für Start-ups, die Risikokapital aufnehmen oder an die Börse gehen möchten. Im Gegensatz zur LLC unterliegt eine Corporation einer Doppelbesteuerung. Einerseits wird der Unternehmensgewinn besteuert, andererseits fallen Steuern auf die Dividenden der Gesellschafter an. Dennoch bietet sie eine klare Aktienstruktur und wird häufig von institutionellen Investoren bevorzugt.
  3. Niederlassung (Branch): Diese Form nutzen ausländische Unternehmen, die direkt auf dem US-amerikanischen Markt tätig werden möchten. Dabei gründen sie keine separate juristische Person. Allerdings haftet dadurch die Muttergesellschaft für rechtliche Verpflichtungen in den Vereinigten Staaten.

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3. Voraussetzungen für die Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten

Das Wichtigste zuerst: Du musst weder in den Vereinigten Staaten wohnhaft sein noch ein US-Visum besitzen, um dort ein Unternehmen zu gründen. Dennoch musst du bestimmte administrative Voraussetzungen erfüllen, damit die Registrierung erfolgreich verläuft:

  1. Registered Agent: Du musst eine Person oder ein Unternehmen mit einer physischen Adresse im Gründungsstaat benennen. Diese Stelle nimmt rechtliche Mitteilungen entgegen.
  2. Postanschrift: Auch ohne Wohnsitz in den Vereinigten Staaten benötigt das Unternehmen eine offizielle Postadresse. Meist nutzt man dafür die Adresse des Registered Agents oder ein virtuelles Büro.
  3. EIN (Employer Identification Number): Diese Steueridentifikationsnummer ist unverzichtbar, wenn du Mitarbeitende einstellen, Steuern zahlen oder Geschäftskonten in den Vereinigten Staaten eröffnen möchtest.
  4. Identitätsnachweise: Du benötigst einen gültigen Reisepass sowie die Reisepässe aller Gesellschafter oder Geschäftsführer, um sämtliche Gründungsformalitäten abzuschließen.
  5. Operating Agreement oder Satzung: Diese internen Dokumente regeln die Eigentumsverhältnisse sowie die Funktionsweise des Unternehmens.

In Bundesstaaten wie Wyoming oder New Mexico kannst du den gesamten Gründungsprozess online durchführen. Dadurch fällt die Unternehmensgründung für internationale Gründer deutlich einfacher aus.

4. Steuern bei der Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten

Das US-amerikanische Steuersystem besteht aus drei Ebenen: Bundes-, Landes- und Kommunalsteuern. In diesem Abschnitt erklären wir dir, wie die Besteuerung in den Vereinigten Staaten funktioniert.

Für Unternehmen mit ausländischen Eigentümern ist insbesondere der Begriff “Engaged in Trade or Business in the U.S.” (ETBUS) entscheidend. Er bezeichnet Unternehmen, die in den Vereinigten Staaten geschäftlich tätig sind.

Beschäftigt das Unternehmen keine Mitarbeitenden und verfügt es in den Vereinigten Staaten weder über Büros noch Lager, musst du wahrscheinlich keine bundesstaatliche Einkommensteuer zahlen. Dennoch bleibt die regelmäßige Berichterstattung gegenüber dem IRS verpflichtend.

Außerdem beträgt der bundesweite Körperschaftsteuersatz 21 %. Auf Ebene der Bundesstaaten erheben einige Staaten wie Florida oder Texas keine persönliche Einkommensteuer. Andere, darunter Delaware, verlangen hingegen eine jährliche Franchise Tax.

Außerdem gibt es keine Mehrwertsteuer (VAT) wie in vielen anderen Ländern. Stattdessen fällt eine Sales Tax an, deren Höhe je nach Bundesstaat und County variiert.

Abschließend empfehlen wir dir, Doppelbesteuerungsabkommen zu prüfen. So vermeidest du, dass dasselbe Einkommen in zwei Ländern besteuert wird.

Aufbau und Schritte zur Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten im Jahr 2026.
Aufbau und Schritte zur Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten im Jahr 2026. Quelle: Shutterstock.com.

5. Schritte zur Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten

Die Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten erfordert eine klare Reihenfolge der einzelnen Schritte. So stellst du von Anfang an sicher, dass dein Unternehmen rechtsgültig ist. Im Folgenden findest du die wichtigsten Schritte für die Unternehmensgründung im Jahr 2026.

1. Bundesstaat und Rechtsform wählen

Zunächst entscheidest du, ob du eine LLC oder eine Corporation gründen möchtest und in welchem Bundesstaat. Delaware eignet sich besonders für Unternehmen, die Investoren gewinnen möchten. Wyoming überzeugt dagegen durch Datenschutz und niedrige laufende Kosten, besonders für digitale Unternehmen.

2. Das Unternehmen beim Secretary of State registrieren

Je nach Rechtsform reichst du beim Secretary of State entweder die “Articles of Organization” für eine LLC oder die “Articles of Incorporation” für eine Corporation ein. Nach der Genehmigung besteht das Unternehmen rechtlich offiziell in den Vereinigten Staaten.

3. Die EIN beantragen

Die Beantragung erfolgt beim IRS, wie bereits erwähnt. Ausländische Antragsteller ohne Social Security Number (SSN) müssen das Formular SS-4 per Fax oder Post einreichen. Die Bearbeitung kann mehrere Wochen dauern.

4. Interne Dokumente erstellen und ein Geschäftskonto eröffnen

Zunächst erstellst du das Operating Agreement. Anschließend eröffnest du ein Geschäftskonto. Heute ermöglichen zahlreiche Neobanken und Fintech-Plattformen auch Ausländern die Fernöffnung eines Geschäftskontos, sofern eine EIN und die Gründungsunterlagen vorliegen.

6. Internet für Geschäftsreisen in die Vereinigten Staaten

Wer in die Vereinigten Staaten reist, um dort ein Unternehmen zu gründen oder seinen Geschäftssitz dorthin zu verlegen, benötigt eine zuverlässige und einfach einzurichtende Internetverbindung. Sie gehört heute zu den wichtigsten Arbeitsmitteln.

Deshalb empfehlen wir dir die monatlichen Tarife von Holafly. Sie bieten Internetlösungen mit unbegrenztem Datenvolumen oder 25 GB. Außerdem erhältst du Abdeckung in mehr als 160 Ländern und kannst deine Verbindung mit anderen Geräten wie Laptop oder Tablet teilen.

Dadurch bist du nicht auf externe Internetverbindungen oder öffentliche WLAN-Netzwerke angewiesen, die für dein Unternehmen sowie die Daten deiner Kunden und Geschäftspartner unsicher sein können. Zusätzlich erleichtert dir die Verbindung den Arbeitsalltag, da du unterwegs Karten und Routen für deine Geschäftstermine abrufen kannst.

Außerdem profitierst du vom Always On-Service. Er sorgt dafür, dass du in mehr als 70 Ländern nie die Verbindung verlierst. Zusätzlich erhältst du jeden Monat 1 GB kostenlos, damit du dein Team jederzeit erreichst oder in Notfällen online bleibst.

7. Häufig gestellte Fragen zur Gründung eines Unternehmens in den Vereinigten Staaten

Kann ich von außerhalb der Vereinigten Staaten digital ein Geschäftskonto eröffnen?

Ja. Dank technologischer Fortschritte und digitaler Banken kannst du die Eröffnung eines Geschäftskontos aus dem Ausland beantragen, ohne während des Verfahrens in die Vereinigten Staaten reisen zu müssen. Dadurch wird der Prozess für Unternehmer deutlich einfacher und praktischer.

Muss ich mich in den Vereinigten Staaten aufhalten, um ein Unternehmen zu gründen?

Nein. Heute gibt es Agenturen, die den gesamten Gründungsprozess aus der Ferne übernehmen. Viele Verfahren und Registrierungen erfolgen über digitale Plattformen in den Vereinigten Staaten.

Benötige ich einen Geschäftspartner in den Vereinigten Staaten, wenn ich dort investiere?

Nein. Grundsätzlich verlangen die Vorschriften nicht, dass du einen Geschäftspartner in den Vereinigten Staaten hast. Deshalb kannst du ein Unternehmen vollständig mit deinem eigenen Kapital gründen.

Benötige ich ein Visum, um Eigentümer eines US-amerikanischen Unternehmens zu sein?

Nicht unbedingt. Du kannst aus dem Ausland zu 100 % Eigentümer und Anteilseigner eines Unternehmens sein. Ein Visum wie das E-2 benötigst du nur, wenn du in die Vereinigten Staaten ziehen möchtest, um das Unternehmen selbst zu führen.

Wie lange dauert die Registrierung eines neuen Unternehmens in den Vereinigten Staaten?

Während die Registrierung auf Bundesstaatsebene meist zwischen zwei und zehn Werktagen dauert, kann die Beantragung der EIN für Ausländer bis zu vier weitere Wochen beanspruchen. Insgesamt dauert der Prozess daher ungefähr anderthalb Monate.

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